Ein ETH-Forschungsteam unter der Leitung von Dr. Consuelo De Moraes setzt alles daran, das Florigen zu entdecken – jene postulierte Substanz, die Pflanzen sofort zum Blühen bringe. Währenddessen besucht die Biologin und Autorin Florianne Koechlin die fortschrittlichsten Labore Europas, um ein vertieftes Verständnis dafür zu gewinnen, wie Pflanzen, Pilze, Insekten und Mikroben miteinander interagieren. Und das Künstler:innen-Duo Gerda Steiner und Jörg Lenzlinger hinterfragt mit seinen Installationen die Grenzen zwischen Natur und Künstlichkeit. So unterschiedlich die Ziele und Herangehensweisen in ihrer jeweiligen Arbeit auch sein mögen: alle porträtierten Protagonist:innen erforschen leidenschaftlich die komplexen Interaktionen zwischen Pflanzen, Insekten und Menschen. Dem Publikum gewähren sie dabei Einblick in ihre aktuellen Projekte und Fragestellungen. So erfährt man zum Beispiel, dass Pflanzen bis zu einem Monat früher blühen, wenn Hummeln Löcher in ihre Blätter beissen und dass im «Bee Damage»-Projekt des Biocommunication Research-Labors der ETH untersucht wird, wie Pflanzen dies wahrnehmen.«Unter Pflanzen – Ein Perspektivenwechsel» ist ein sinnlich-poetischer Film, der sein Publikum in die verborgene Welt der Pflanzenkommunikation eintauchen lässt und so
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Ein ETH-Forschungsteam unter der Leitung von Dr. Consuelo De Moraes setzt alles daran, das Florigen zu entdecken – jene postulierte Substanz, die Pflanzen sofort zum Blühen bringe. Währenddessen besucht die Biologin und Autorin Florianne Koechlin die fortschrittlichsten Labore Europas, um ein vertieftes Verständnis dafür zu gewinnen, wie Pflanzen, Pilze, Insekten und Mikroben miteinander interagieren. Und das Künstler:innen-Duo Gerda Steiner und Jörg Lenzlinger hinterfragt mit seinen Installationen die Grenzen zwischen Natur und Künstlichkeit. So unterschiedlich die Ziele und Herangehensweisen in ihrer jeweiligen Arbeit auch sein mögen: alle porträtierten Protagonist:innen erforschen leidenschaftlich die komplexen Interaktionen zwischen Pflanzen, Insekten und Menschen. Dem Publikum gewähren sie dabei Einblick in ihre aktuellen Projekte und Fragestellungen. So erfährt man zum Beispiel, dass Pflanzen bis zu einem Monat früher blühen, wenn Hummeln Löcher in ihre Blätter beissen und dass im «Bee Damage»-Projekt des Biocommunication Research-Labors der ETH untersucht wird, wie Pflanzen dies wahrnehmen.«Unter Pflanzen – Ein Perspektivenwechsel» ist ein sinnlich-poetischer Film, der sein Publikum in die verborgene Welt der Pflanzenkommunikation eintauchen lässt und so zum Umdenken anregt. Der Dokumentarfilm beeindruckt nicht nur durch sein spannendes Thema, sondern auch in stilistischer Hinsicht. Regisseurin Antshi von Moos schreibt hierzu: «Ich wollte eine visuelle und akustische Ebene hinzufügen, auf der die Pflanzen für sich selbst sprechen können. Wir haben nachts mit Makroobjektiven gearbeitet und dabei Kräne und hochempfindliche Mikrofone eingesetzt. Diese Geräusche wurden zur Inspiration und zum Ausgangspunkt für die Filmmusik, die die unsichtbare Welt der Pflanzen widerspiegelt: ihre Schwingungen, Signale, Spannungen und ihre ständige Kommunikation mit ihrer Umgebung. Das Ergebnis ist eine subtile, immersive Klanglandschaft – eine akustische Erweiterung der zentralen Botschaft des Films: dass Pflanzen Lebewesen sind.» Für den Film erhielt Antshi von Moos am DOK.fest München den DOK.talent Award.Sa, 23. Mai, 18 Uhr: im Anschluss an den Film Regiegespräch mit Antshi von Moos, moderiert von Karin Salm (Kulturjournalistin).
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