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23.07. - 08.09.

(ka) pheko ye - Wo der Traum beginnt

(ka) pheko ye - Wo der Traum beginnt Migros Museum für Gegenwartskunst Tickets
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Migros Museum für Gegenwartskunst, Zürich (CH)
«Ich interessiere mich dafür, wie eine Erzählung konstruiert wird, wenn die Dinge nicht linear sind. Dass es keinen Stillstand gibt. Dass sich das Objekt an verschiedenen Orten befindet.» – Dineo Seshee Raisibe Bopape Das Träumen begann in Finnland. In der Vorbereitung zu der Ausstellung (ka) pheko ye – the dream to come tauchte Dineo Seshee Raisibe Bopape (*1981, Polokwane, SA) in finnische Wälder und in die Kräuterfarm Frantsila ein. Welche Geschichten erzählen wir? Wem hören wir zu? Blut, Schweiss, Tränen, Körper: Erinnerungen werden in der Natur gespeichert, in Erde, Wasser, Kräutern, Mineralien, Bergen und Steinen. Mithilfe natürlicher Materialien und audiovisueller Medien nähert sich Bopape der Frage danach, woran wir uns erinnern. Die lineare Erzählung des Fortschritts – entworfen nach westlicher Tradition – ist unvollständig, immer wieder tauchen Löcher auf. Welche Geschichten werden nicht erzählt oder sogar gewaltsam verdrängt? Kaleidoskopartig fächert die Künstlerin mit dem Mittel des Träumens die koloniale Geschichtsschreibung auf. Im Traumzustand können speziesübergreifend verschiedenen Realitäten interagieren; es entstehen Sprünge in der Zeit und Verbindungen verschiedener Orte. So gibt es beispielsweise die Mythen der Bergdrachen nicht nur am Pilatus in der...

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«Ich interessiere mich dafür, wie eine Erzählung konstruiert wird, wenn die Dinge nicht linear sind. Dass es keinen Stillstand gibt. Dass sich das Objekt an verschiedenen Orten befindet.» – Dineo Seshee Raisibe Bopape Das Träumen begann in Finnland. In der Vorbereitung zu der Ausstellung (ka) pheko ye – the dream to come tauchte Dineo Seshee Raisibe Bopape (*1981, Polokwane, SA) in finnische Wälder und in die Kräuterfarm Frantsila ein. Welche Geschichten erzählen wir? Wem hören wir zu? Blut, Schweiss, Tränen, Körper: Erinnerungen werden in der Natur gespeichert, in Erde, Wasser, Kräutern, Mineralien, Bergen und Steinen. Mithilfe natürlicher Materialien und audiovisueller Medien nähert sich Bopape der Frage danach, woran wir uns erinnern. Die lineare Erzählung des Fortschritts – entworfen nach westlicher Tradition – ist unvollständig, immer wieder tauchen Löcher auf. Welche Geschichten werden nicht erzählt oder sogar gewaltsam verdrängt? Kaleidoskopartig fächert die Künstlerin mit dem Mittel des Träumens die koloniale Geschichtsschreibung auf. Im Traumzustand können speziesübergreifend verschiedenen Realitäten interagieren; es entstehen Sprünge in der Zeit und Verbindungen verschiedener Orte. So gibt es beispielsweise die Mythen der Bergdrachen nicht nur am Pilatus in der Schweiz, sondern auch in den «Drakensberge» (Drachenbergen) in Südafrika. Zudem sind Berge uralte Wissensspeicher: Das Matterhorn liegt plattentektonisch nicht nur auf der afrikanischen Platte, sondern ist sogar aus ihr entstanden. Aufgrund der ähnlichen Höhenlage wachsen ausserdem sowohl in Finnland als auch in der Schweiz die gleichen Kräuter. Bei diesen Reisen durch Raum und Zeit bezieht Bopape alle Sinne mit ein. In Finnland hat die Künstlerin zur Traumförderung einen Duft sowie einen Tee kreiert, der in der Ausstellung beim Erzählen und Zuhören getrunken werden kann. Die multisensorische Ausstellung lädt zum Riechen, Schmecken, Hören, Sehen, Fühlen und Träumen ein. Sie erinnert an unerzählte, vergessene und verdrängte Geschichten und bricht mithilfe des Träumens mit linearen Erzählungen. Durch das Erinnern nähert sich Bopape dem Wunsch nach kollektiver Heilung: the dream to come. In Zusammenarbeit mit Museum of Contemporary Art Kiasma, Helsinki. Dineo Seshee Raisibe Bopape (geb. 1981, Polokwane, Südafrika) lebt in Johannesburg. Sie hatte zuletzt Einzelausstellungen im Museum of Modern Art in New York (2023) und im Pirelli HangarBicocca in Mailand (2022). Im Jahr 2019 war sie eine der Künstlerinnen, die Südafrika auf der Biennale in Venedig vertraten. Zu Bopapes Auszeichnungen gehört der Future Generation Art Prize, der ihr 2017 verliehen wurde.

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