In 60 Sprachen und unzähligen Farben leuchtete der Neon-Schriftzug «Fremde überall» in der Werfthalle im Arsenale; er wurde zum Leitmotiv der letzten Biennale von Venedig. Das Werk stammt vom Pariser Konzeptkunst- Duo Claire Fontaine, gegründet 2004 von Fulvia Carnevale und James Thornhill. Es geht auf eine Installation aus dem Jahr 2004 zurück und steht emblematisch für die kritische Haltung des Duos, das sich immer wieder mit Fragen von Entfremdung und Migration auseinandersetzt.
Der Name Claire Fontaine ist eine bewusste Aneignung und verweist sowohl auf einen französischen Schreibwarenhersteller, hinter dessen Markenimage das Kollektiv seine Identität auflöst, als auch auf Marcel Duchamps Readymade. Dieses Spiel mit Aneignung und Entleerung bildet die Grundlage einer Arbeitsweise, die davon ausgeht, dass heutige Produktionsbedingungen «Readymade Artists» hervorbringen. In seinen Arbeiten nutzt Claire Fontaine Alltagsgegenstände als kunsthistorische Referenzen und prägnante soziale wie ideologische Kommentare.
Leuchtschriften, Skulpturen, Filme, Texte und performative Elemente thematisieren Eigentum, Konsum und politische Desillusionierung. Formal an die Minimal Art angelehnt, steht die inhaltliche Schärfe in der Tradition von Hans Haacke und Felix Gonzalez-Torres. Das
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In 60 Sprachen und unzähligen Farben leuchtete der Neon-Schriftzug «Fremde überall» in der Werfthalle im Arsenale; er wurde zum Leitmotiv der letzten Biennale von Venedig. Das Werk stammt vom Pariser Konzeptkunst- Duo Claire Fontaine, gegründet 2004 von Fulvia Carnevale und James Thornhill. Es geht auf eine Installation aus dem Jahr 2004 zurück und steht emblematisch für die kritische Haltung des Duos, das sich immer wieder mit Fragen von Entfremdung und Migration auseinandersetzt.
Der Name Claire Fontaine ist eine bewusste Aneignung und verweist sowohl auf einen französischen Schreibwarenhersteller, hinter dessen Markenimage das Kollektiv seine Identität auflöst, als auch auf Marcel Duchamps Readymade. Dieses Spiel mit Aneignung und Entleerung bildet die Grundlage einer Arbeitsweise, die davon ausgeht, dass heutige Produktionsbedingungen «Readymade Artists» hervorbringen. In seinen Arbeiten nutzt Claire Fontaine Alltagsgegenstände als kunsthistorische Referenzen und prägnante soziale wie ideologische Kommentare.
Leuchtschriften, Skulpturen, Filme, Texte und performative Elemente thematisieren Eigentum, Konsum und politische Desillusionierung. Formal an die Minimal Art angelehnt, steht die inhaltliche Schärfe in der Tradition von Hans Haacke und Felix Gonzalez-Torres. Das Kunst Museum Winterthur greift diese Auseinandersetzung auf und erweitert das kritische Potenzial konzeptueller Strategien in Skulptur und Installation. Kuratiert von Lynn Kost.
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