«Gibt es ein Streichquartett auf dieser Welt, das ich mehr schätze als das Danish String Quartet?», fragt Víkingur Ólafsson. Die Antwort lautet natürlich: nein. Das Danish String Quartet, das vor 25 Jahren an der Royal Academy of Music in Kopenhagen zusammenfand, geniesst Kultstatus und kann sich vor Auszeichnungen kaum mehr retten. Zuletzt erhielten die vier «Wikinger», wie sie sich wegen ihrer Barttracht selbst nennen, den hochdotierten Léonie-Sonning-Musikpreis. Zu ihren Markenzeichen gehören fetzige Arrangements nordischer Volksmusik, aber im klassischen und zeitgenössischen Repertoire sind sie genauso zuhause. Ihr Festivaldebut beginnt — passend zu Víkingurs Programmdramaturgie — mit Bach. Und auf barocke Vorbilder bezieht sich auch Strawinskys neoklassizistische Suite italienne, die in einem Arrangement der vier Skandinavier erklingt. Den Titel des Abends dagegen steuert Beethoven bei. Der versah das Finale seines letzten Streichquartetts mit einem Text: «Muss es sein?», schrieb er über die «Grave»-Einleitung. Und beantwortete die Frage selbst im schnellen Hauptteil: «Es muss sein!» Genau wie dieses Konzert.
Mitwirkende:
- Danish String Quartet: Frederik Øland, Violine | Rune Tonsgaard Sørensen, Violine | Asbjørn Nørgaard, Viola | Fredrik Schøyen
...
show more
«Gibt es ein Streichquartett auf dieser Welt, das ich mehr schätze als das Danish String Quartet?», fragt Víkingur Ólafsson. Die Antwort lautet natürlich: nein. Das Danish String Quartet, das vor 25 Jahren an der Royal Academy of Music in Kopenhagen zusammenfand, geniesst Kultstatus und kann sich vor Auszeichnungen kaum mehr retten. Zuletzt erhielten die vier «Wikinger», wie sie sich wegen ihrer Barttracht selbst nennen, den hochdotierten Léonie-Sonning-Musikpreis. Zu ihren Markenzeichen gehören fetzige Arrangements nordischer Volksmusik, aber im klassischen und zeitgenössischen Repertoire sind sie genauso zuhause. Ihr Festivaldebut beginnt — passend zu Víkingurs Programmdramaturgie — mit Bach. Und auf barocke Vorbilder bezieht sich auch Strawinskys neoklassizistische Suite italienne, die in einem Arrangement der vier Skandinavier erklingt. Den Titel des Abends dagegen steuert Beethoven bei. Der versah das Finale seines letzten Streichquartetts mit einem Text: «Muss es sein?», schrieb er über die «Grave»-Einleitung. Und beantwortete die Frage selbst im schnellen Hauptteil: «Es muss sein!» Genau wie dieses Konzert.
Mitwirkende:
- Danish String Quartet: Frederik Øland, Violine | Rune Tonsgaard Sørensen, Violine | Asbjørn Nørgaard, Viola | Fredrik Schøyen Sjölin, Cello
Programm:
17.30 Uhr
Konzerteinführung
mit Susanne Stähr (KKL Luzern, Auditorium)
18.30 Uhr
Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Choral Vor deinen Thron tret’ ich hiermit BWV 668
Igor Strawinsky (1882–1971)
Drei Stücke für Streichquartett
Suite italienne, für Streichquartett bearbeitet vom Danish String Quartet
Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Contrapunctus XIV. Fuga a 3 Soggetti aus Die Kunst der Fuge BWV 1080
Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Streichquartett F-Dur op. 135
Pause gegen 19.20 Uhr
Voraussichtliches Konzertende um 20.20 Uhr
show less