Bearbeitungen begleiteten und prägten Max Regers künstlerisches Schaffen lebenslang. Fast 300 Werken anderer Komponisten hat er eine neue Besetzung und eine neue Gestalt gegeben. Rinko Hama und Ruben Meliksetian beleuchten in ihrem Programm die Vielfalt der Perspektiven, die Reger dabei einnahm. Sie reichen von originalgetreuer Übertragung des Notentexts bis zur freien Improvisation, bei der die Bearbeitung selbst zum eigenständigen Original wird. Im Zentrum stehen stets die klangliche Modernisierung und künstlerische Aneignung der Werke von Meistern, die Reger besonders verehrte: allen voran Johann Sebastian Bach und Hugo Wolf.
Der Konzertabend steht im Zusammenhang mit dem dritten Modul des Akademievorhabens »Reger-Werkausgabe (RWA)«, in dem Regers Bearbeitungen in elf Bänden herausgegeben werden. Die Projektleiterin der RWA, Prof. Dr. Susanne Popp, und der Geschäftsführer des Max-Reger-Instituts Karlsruhe, Dr. Alexander Becker, werden in Regers Bearbeitungspraxis einführen.