Passionskonzert 2026: Berühmter Komponist – unbekanntes Werk
Dass der berühmte Operettenkomponist Franz von Suppè (1819–1895) ein Requiem schuf, mag erstaunen. Seine «Missa pro defunctis» vereint verschiedene Stilebenen: Traditioneller Kirchenstil wechselt mit melodischen Elementen, die der italienischen Oper sowie der Folklore Österreich-Ungarns verpflichtet sind. Dem Chor kommt dabei in allen Sätzen eine tragende Rolle zu, während die Solisten mehrheitlich als Ensemble in den Gesamtklang eingebunden sind. Diese Vielfalt führt zu einer überaus plastischen Darstellung des Requiem-Textes, von der sich das Publikum bereits bei der Uraufführung 1855 berührt zeigte.
Von einer Aufführung 1901 berichtet das Neue Wiener Journal, dass man «...jeden Augenblick erwarte, der Komponist werde an den Pforten der Ewigkeit die Melodie seines «Fatinitza»-Marsches anstimmen.»
Ausführende
Aargauer Kantorei
La Chapelle Ancienne (Orchester mit historischen Instrumenten)
Anna Gschwend, Sopran | Stefan Wieland, Altus | Michael Feyfar, Tenor | Stefan Vock, Bass
Kantor Daniel Schmid, Leitung
Vorverkauf/Konzertkasse
>> zum Vorverkauf