Aufführung des barock-expressiven Kantatenzyklus «Membra Jesu nostri» des Lübecker Komponisten Dietrich Buxtehude am Sonntag, den 29. März 2026, 17 Uhr in der Klosterkirche St. Urban durch den Chor und das Instrumentalensemble an Liebfrauen, Zürich (auf historischen Instrumenten, Konzertmeister: Christoph Rudolf) unter der Leitung von Bernhard Pfammatter, mit hervorragend besetzten Gesangssoli von Mirjam Striegel, Kristine Jaunalksne, Tobias Knaus, Ivo Haun de Oliveira und Jorge M. Escutia. Den Orgelpart übernimmt Liebfrauens Hauptorganist Gregor Ehrsam.
Das Werk beinhaltet eine musikalisch-mystische Betrachtung des gekreuzigten Christus – Füsse, Knie, Hände, Seite, Brust, Herz und Angesicht werden allegorisch gedeutet und in Bibeltexten sowie mittelalterlicher Liedlyrik reflektiert. So fanden äusserst sinnliche Texte aus Salomos «Hohelied der Liebe» ebenso Eingang in das Libretto wie Arnulf von Löwens «Salve caput cruentatum»
Gewisse symmetrische Eigenschaften legen nahe, dass der Werkzyklus schon damals als Ganzes verstanden werden wollte. Und es ist durchaus denkbar, dass die sieben einzelnen Kantaten auf die ganze Karwoche verteilt aufgeführt wurden. Das geradezu siegesgewiss beschwingte Amen am Karsamstag wäre dann bereits eine Einstimmung auf die Osternacht.