Dekalog 3 und 4
Tuesday, 27 October 2026, 20:15
Description
In seinem 10-teiligen Meisterwerk setzt sich der polnische Regisseur Krzysztof Kieślowski mit universellen Fragen der menschlichen Existenz auseinander, lose orientiert an den Zehn Geboten. «Dekalog» wurde 1989, in Zeiten des politischen Umbruchs, im polnischen Fernsehen ausgestrahlt. Den zehn voneinander unabhängigen Episoden ist gemeinsam, dass sie in einer Warschauer Wohnsiedlung im Polen des späten 20. Jahrhunderts spielen, sich ihre Motive wiederholen und Figuren kreuzen. Spannend gealtert sind besonders die Kulissen und Kleidungsstücke. Sie entfalten heute eine geradezu dokumentarische Wirkung. Kieślowski gelang es in der Serie, ganz alltäglich wirkende Figuren mit hochkomplexen ethischen Konflikten zu verbinden. Statt einfache Antworten zu geben, fordert «Dekalog» heraus und regt zum Nachdenken an. Dekalog 3 Nach Jahren der Abwesenheit geht Ewa, die einsam durch die Stadt schlendert, zur Weihnachtsmesse, wo sie dem Taxifahrer Januzs, einer früheren Affaire, begegnet. Anschliessend geht sie bei ihm daheim klingeln. Januzs lässt seine Familie zurück und verbringt die Nacht mit Ewa, die auf der Suche nach ihrem verschwundenen Mann, Edward, ist. Nach und nach wird unsicherer, ob Edward wirklich verschwunden ist oder ob Ewa nur eine Lügengeschichte erzählt, um eine Nacht an der Seite Januzs’ zu verbringen. Das dritte Gebot: Du sollst den Feiertag heiligen. Dekalog 4 Anka, eine Theaterstudentin, wurde von ihrem Vater weitgehend allein aufgezogen, da ihre Mutter im Alter von fünf Jahren starb. Als ihr Vater auf eine Reise geht, stöbert sie in seinen Unterlagen. Dort findet sie einen Brief, den ihr ihre Mutter hinterliess. Dieser, den der Vater Jahre lang von Anka fernhielt, stellt die Beziehung zwischen beiden auf eine schwere Probe, die das Vater-Tochter-Verhältnis neu auslotet. Das vierte Gebot: Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.
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