Das Dienstmädchen Eva verliert am Vorabend des Ersten Weltkriegs anstelle ihres Lebens ihre Unschuld und «landet auf der spärlich bewachsenen Insel einer fünfundzwanzigjährigen Männerbrust» – so beginnt das fulminante Epos über drei Familien, deren Schicksale über Generationen ineinander verflochten sind. Mit Brillanz und tiefgründigem Humor erkundet Dimitré Dinev entlang der Donau ein Europa zwischen Monarchie, Nazizeit und Kommunismus. Dabei wirft er zentrale Fragen des Menschseins auf: Was prägt uns wirklich? Wieviel Mut braucht es, in turbulenten Zeiten eigene Wege zu gehen? Wie schaffen wir es, Kraft zu schöpfen, zu hoffen und zu lieben? Mit diesem Zauberwerk setzt Dimitré Dinev der Liebe und dem Humanismus ein Denkmal, während Tränen und erquicktes Lachen beim Lesen im Wettstreit liegen.
Dimitré Dinev, 1968 in Bulgarien geboren, kam 1990 als Geflüchteter nach Österreich, wo er studierte und seitdem in deutscher Sprache Drehbücher, Erzählungen und Essays veröffentlichte. Seine Theaterstücke wurden u.a. am Wiener Burgtheater inszeniert. Den europaweiten Durchbruch schaffte er 2003 mit «Engelszungen»; für den 1150-seitigen Roman «Zeit der Mutigen» erhielt er 2025 den Österreichischen Buchpreis.