Die Künstlerin arbeitete über zwanzig Jahre als Behördendolmetscherin für Persisch und Russisch im Asylwesen.
Auf der Bühne setzt sie sich ihrer eigenen Anhörung aus und hinterfragt in ihrem performativem Selbstporträt die mit ihrer Rolle verbundene Neutralität: Bin ich nur ein Sprachrohr oder auch die Komplizin eines repressiven Systems?
Unter der Regie von Julia Skof, in enger Kollaboration mit den beiden Videokünstlern Tillo Spreng und Joerg Hurschler ist ein interdisziplinäres Stück entstanden. Es beleuchtet die unsichtbaren Schichten einer Anhörungssituation und befragt diese nach ihrer Menschlichkeit. Der Abend ist eine Ode an das verantwortungsvolle Zuhören, an das Erinnern und das Vergessen. Und an all die Erzählungen, die durch uns durchgehen und sich wie feine Staubpartikel in uns ablagern.
In Zusammenarbeit mit der Regionalen Integrationsfachstelle (RIF), Aktionswoche gegen Rassismus.