Zum letzten Mal
Ein Werk über die Sehnsucht und das Innerste der menschlichen Existenz
Das erfolgreichste Buch von Marguerite Duras (1914 – 1996), in dem sie – zumindest teilweise autobiographisch – von einer gesellschaftlich unerhörten Amour fou erzählt, spielt im ehemaligen Indochina zur französischen Kolonialzeit, in einer Grossstadt in Dunst und Hitze. Hauptfigur ist eine junge Frau mit viel zu grossem Männerhut und Goldschuhen. Der Vater ist früh verstorben, die Mutter ist psychisch labil, die Brüder sind höchst problematisch. Einziger Lichtblick und Ausweg aus diesem familiären Gefängnis ist ihre Begegnung mit einem reichen Chinesen in einer schwarzen Limousine. Es ist eine Liebe, die keine Zukunft hat und dennoch über alle Konventionen hinweg ein ganzes Leben lang währt, obwohl beide sich nach dem Weggang der Erzählerin nach Paris nie wieder gesprochen haben – bis auf ein einziges Telefonat am Ende.
Goeckes Version folgt den Umrissen der literarischen Vorlage, ohne sie abzupausen. Seine völlig eigene Bewegungssprache wirkt trotz ihres Reichtums an unzähligen frenetischen, flatternden und schnellen Bewegungen im Gesamtbild ebenso minimalistisch, legt aber im Kern alle menschlichen Gefühle frei. Die choreographische Handschrift geht mit Duras’ bildgewaltiger Sprache eine
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Zum letzten Mal
Ein Werk über die Sehnsucht und das Innerste der menschlichen Existenz
Das erfolgreichste Buch von Marguerite Duras (1914 – 1996), in dem sie – zumindest teilweise autobiographisch – von einer gesellschaftlich unerhörten Amour fou erzählt, spielt im ehemaligen Indochina zur französischen Kolonialzeit, in einer Grossstadt in Dunst und Hitze. Hauptfigur ist eine junge Frau mit viel zu grossem Männerhut und Goldschuhen. Der Vater ist früh verstorben, die Mutter ist psychisch labil, die Brüder sind höchst problematisch. Einziger Lichtblick und Ausweg aus diesem familiären Gefängnis ist ihre Begegnung mit einem reichen Chinesen in einer schwarzen Limousine. Es ist eine Liebe, die keine Zukunft hat und dennoch über alle Konventionen hinweg ein ganzes Leben lang währt, obwohl beide sich nach dem Weggang der Erzählerin nach Paris nie wieder gesprochen haben – bis auf ein einziges Telefonat am Ende.
Goeckes Version folgt den Umrissen der literarischen Vorlage, ohne sie abzupausen. Seine völlig eigene Bewegungssprache wirkt trotz ihres Reichtums an unzähligen frenetischen, flatternden und schnellen Bewegungen im Gesamtbild ebenso minimalistisch, legt aber im Kern alle menschlichen Gefühle frei. Die choreographische Handschrift geht mit Duras’ bildgewaltiger Sprache eine emotionale Synthese ein.
Künstlerisches Team:
Besetzung:
- Mädchen – Sandra Bourdais, Lisa Van Cauwenbergh
- Liebhaber – Maurus Gauthier, Cheng-An Wu
- Mutter – Ana Paula Camargo, Giada Zanotti
- Älterer Bruder – Rosario Guerra, Jamal Uhlmann
- Jüngerer Bruder – Parker Gamble, Anthony Ramiandrisoa
- Verrückte – Verónica Segovia, Lydia Caruso
- Helene – Eva Blunno, Feiza Bessard
- Vater – Dayne Florence, Floris Puts
- Braut – Chisato Ide, Elliana Mannella
- Duras – Heidi Lauterbach, Carla Wieden Dobón, Sol Bilbao Lucuix
- Ensemble – Feiza Bessard, Eva Blunno, Sandra Bourdais, Ana Paula Camargo, Lydia Caruso, Michelangelo Chelucci, Filippo Ferrari, Dayne Florence, Parker Gamble, Maurus Gauthier, Rosario Guerra, Chisato Ide, Carlos Kerr Jr., David Lagerqvist, Elliana Mannella, Floris Puts, Anthony Ramiandrisoa, Rachelle Anaïs Scott, Verónica Segovia, Louis Steinmetz, Jamal Uhlmann, Lisa Van Cauwenbergh, Mariana Vieira, Cheng-An Wu, Giada Zanotti, Nikita Zdravkovic, Julie L. Bjelke
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