Im Umkreis des französischen Hofes in Paris entstanden kurz vor der Wende zum 16. Jhd. zahlreiche Dichtungen zum Thema "Regretz", die von bedeutenden flämischen und französischen Komponisten vertont wurden: "Allez Regretz", "Mille Regretz", "Trop de Regretz", "Sans Regretz" waren " à la mode" und handelten meist von Liebes-Schmerz, nicht ohne
Hoffnungsschimmer jedoch, der "amour courtois" im besten Sinne also. Als "Anti-dotum" gegen allzu schwarze Gedanken, Sorgen und Trauer wird auch leichtere Kost in Szene gesetzt: heitere und erotische Chansons und Frottolen, Tänze mit improvisierten Verzierungen sowie Intavolierungen, die das selten zu hörende, lautenartige Tasteninstrument Clavicytherium erklingen lassen.
Das Canti B Ensemble für Renaissance-Musik: Witte Maria Weber, Gesang; Liane Ehlich, Renaissancetravers- / Blockflöten; Brian Franklin, Viola da Gamba; Bettina Seeliger, Clavizytherium / Blockflöte