Mit Robert Schumann startete sie ihre Karriere. Vor sechs Jahren veröffentlichte Johanna Summer ihr Debutalbum Schumann Kaleidoskop, auf dem sie den Romantiker improvisierend weiterdachte: Seine Stücke wurden zu «Standards» für spontane pianistische Exkursionen irgendwo zwischen Klassik und Jazz. Nun widmet sich Summer der Dichterliebe, reagiert in ihrer Late Night aber auch auf die Neukompositionen dieses Liederzyklus von Christian Jost und Jörg Widmann, die im vorangehenden Konzert erklingen. In der Dichterliebe gebe es «viele Momente, in denen man sich in einer Art Zwischenwelt zu befinden scheint, zwischen Traum und Wirklichkeit», erklärt Summer. «Wird Schumann den Absprung in eine andere Tonalität wagen, oder verharrt er noch einen Augenblick in der aktuellen Atmosphäre? Ähnliche Spannungsfelder beschäftigen mich beim Improvisieren ständig: Lässt sich eine Emotion am besten mit einem bestimmten klassischen Vokabular ausdrücken? Oder hat sich gerade ein Groove etabliert, der Schumanns musikalische Geste unterstützt, sie vielleicht sogar mit Klangfarben aus anderen Musikkulturen anreichert?» Mitwirkende: Johanna Summer, Klavier Programm: «Echo Dichterliebe» Improvisationen über Robert Schumanns Dichterliebe op. 48 Solist: Johanna Summer, Klavier