Abokonzert des Kammerorchester Basel mit Fazıl Say und Lucienne Renaudin Vary.
Programm:
Leoš Janáček (1854 – 1928): Suite für Streichorchester
Fazıl Say (*1970): Konzertstück für Klavier, Trompete und Streicher (UA)
Dmitri Schostakowitsch (1906 – 1975): Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 in c-Moll, op. 35 für Klavier, Trompete und Streicher
Antonín Dvořák (1841 – 1904): Serenade für Streichorchester in E-Dur, op. 22
Kurz nachdem er mit seiner Oper Lady Macbeth von Mzensk fertig ist, die beim Publikum beliebt ist, aber für eine erste grosse stalinistische Angriffswelle gegen ihn sorgen wird, macht sich Schostakowitsch an ein ungestümes Konzert für Klavier und Trompete. Alles ist drin: virtuose Effekte, krachende Music-Hall und Zirkus, russische Romantik, Neoklassik und mutige Experimente. Noch ist seine Musiksprache voller Witz und fast rowdyhaft, noch weit entfernt vom Sarkasmus der späteren Jahre. In der ganzen Pracht seines Talentes kokettiert der Jungstar Schostakowitsch mit einem Thema von Haydn, verbeugt sich kurz vor Beethoven, lässt Virtuosität à la Liszt aufblitzen, weckt romantische Emotionen und nimmt alles gleich wieder aufs Korn.
Klangselig, gut gelaunt und voller böhmischer Melodien in verschwenderischer Fülle kommt Dvořáks Streicherserenade daher:
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Abokonzert des Kammerorchester Basel mit Fazıl Say und Lucienne Renaudin Vary.
Programm:
Leoš Janáček (1854 – 1928): Suite für Streichorchester
Fazıl Say (*1970): Konzertstück für Klavier, Trompete und Streicher (UA)
Dmitri Schostakowitsch (1906 – 1975): Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 in c-Moll, op. 35 für Klavier, Trompete und Streicher
Antonín Dvořák (1841 – 1904): Serenade für Streichorchester in E-Dur, op. 22
Kurz nachdem er mit seiner Oper Lady Macbeth von Mzensk fertig ist, die beim Publikum beliebt ist, aber für eine erste grosse stalinistische Angriffswelle gegen ihn sorgen wird, macht sich Schostakowitsch an ein ungestümes Konzert für Klavier und Trompete. Alles ist drin: virtuose Effekte, krachende Music-Hall und Zirkus, russische Romantik, Neoklassik und mutige Experimente. Noch ist seine Musiksprache voller Witz und fast rowdyhaft, noch weit entfernt vom Sarkasmus der späteren Jahre. In der ganzen Pracht seines Talentes kokettiert der Jungstar Schostakowitsch mit einem Thema von Haydn, verbeugt sich kurz vor Beethoven, lässt Virtuosität à la Liszt aufblitzen, weckt romantische Emotionen und nimmt alles gleich wieder aufs Korn.
Klangselig, gut gelaunt und voller böhmischer Melodien in verschwenderischer Fülle kommt Dvořáks Streicherserenade daher: Musik eines bestens gelaunten Mittdreissigers voller Elan, der von seinem späteren Ruhm noch nichts weiss.
Als Abrundung ein neues Werk der Doppelbegabung Fazıl Say, gewidmet seiner gar nicht so heimlichen Liebe, der Trompete.
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