Innere Landschaften führt in drei musikalische Welten, die wie seelische Momentaufnahmen wirken: zart, erschütternd und von großer innerer Weite. Anton Weberns Langsamer Satz eröffnet den Abend mit spätromantischer Wärme, Sehnsucht und leuchtender Klangschönheit – ein stiller, intensiver Einstieg in eine Musik voller Gefühl.
Dmitri Schostakowitschs 8. Streichquartett bildet dazu einen scharfen Kontrast. Das Werk ist geprägt von Erinnerung, Schmerz und existenzieller Spannung; sein berühmtes DSCH-Motiv durchzieht die Musik wie eine persönliche Signatur.
Nach der Pause steht Franz Schuberts letztes Streichquartett in G-Dur im Zentrum: ein monumentales Werk zwischen Trost und Abgrund, lyrischer Schönheit und eruptiver Dramatik. Das Motus Quartett gestaltet diesen Abend als eindringliche Reise durch innere Klanglandschaften – berührend, intensiv und unmittelbar.
Mitwirkende: Motus Quartett – Tim de Vries und Karla Kriz (Violine), Erin Pitts (Viola), Domonkos Hartmann (Violoncello).
Programm: Anton Webern, Langsamer Satz – Dmitri Schostakowitsch, Streichquartett Nr. 8 c-Moll op. 110 – Franz Schubert, Streichquartett Nr. 15 G-Dur D 887.
Tickets: 20 € bis 86 € je nach Platzkategorie, ermäßigt für unter 28-Jährige und Schwerbehinderte – online unter elysiumconcerts.com. Einlass 18:30 Uhr.