Das Elia Aregger Trio präsentiert mit seiner neuen Kollektion fetten Stoff und keine Lingerie. Modern Jazz vermischt sich mit verschiedenen Einflüssen wie Grunge und New-Wave und trifft auf eine geballte Ladung Improvisation und Risikobereitschaft.
Diese Paarung auf dünnem Eis wirkt wie ein munteres Figurenkabinett aus Fargo, das Verderben erscheint im Largo. Man hört sinister knisternde Schritte einer Armada, Blutspritzer wie Möhl auf Leinwand, der Punk steht im Schiessstand. Stets dem Horizont entgegen, der Atmosphäre dienend, treibt das Trio ihre Eigenkompositionen konstant voran und erschafft eine Welt aus schwebenden, psychedelischen Stimmungen.
Im Zentrum stehen das Momentum und die Erkundung ihrer eigenen Identität. Rauch und Narben, statt alle Farben, so das Motto. Genresprengend greift das Elia Aregger Trio nach Licht, doch mit Blechschaden im Gesicht. Die Gletscherbrille erträgt den Boxkampf nicht. Durch mutige Improvisation werden Freiräume geschaffen, das Unbekannte bereist und neue Gefilde des Jazz entdeckt. Dabei spielen sie mit Würze von Rarem und lassen sich von der Sonne blenden.
Doch wenn der Rauch dem Rausche weicht, wer weiss was am Ende übrigbleibt? Zumindest Eigenständigkeit.