Gioachino Rossinis Petite Messe solennelle ist entgegen dem Titel alles andere als klein. In diesem Werk schafft Rossini den großen Bogen einer beeindruckenden Festmesse, die trotz des kleinen Instrumentariums den Vergleich mit einer groß besetzten Messvertonung nicht scheuen muss. Anlässlich der Einweihung einer Hauskapelle schrieb Rossini dieses Stück für lediglich zwölf Sänger, Klavier und Harmonium – eine kleine Besetzung, die ganz groß auftrumpft. Man hört den Opernkomponisten der großen Erfolgsopern „Barbier von Sevilla“ oder „Wilhelm Tell“ heraus – augenzwinkernd und doch sehr ernst und tiefgläubig zugleich.
Die Kantorei St. Stephan ist mit Feuereifer am Werk und wagt sich mit diesem Werk erstmals in den Bereich italienischen Oper – zumindest musikalisch. Denn Rossinis Werk ist beides: witzig-spritzige Oper und ernste Messe zugleich.
Die Solisten Sophie-Magdalena Reuter, Anna Bychkova, Christian Rathgeber und Daniel Blumenschein werden von Wigbert Traxler (Klavier) und Lars Simon Sokola (Harmonium) farbenreich begleitet.
Die Leitung hat Dekanatskantor Michael Goos.