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Sunday

Orgelkonzert BACH & Italien im Basler Münster

Orgelkonzert BACH & Italien im Basler Münster Basler Münster, Münsterplatz 9, 4051 Basel Tickets

Credits: Eric Schmid

Doors open at:
Basler Münster, Basel (CH)

Der italienische Meisterorganist Stefano Molardi spielt Werke von Bach („Grosso Mogul“ nach Vivaldi), Padre Davide da Bergamo, Petrali und Liszt („Totentanz“).                            Sonntag 11.10.2026, 18:00, Basler Münster

Stefano Molardis Debut im Basler Münster lädt zu einer Reise durch die Geschichte der Orgel ein und folgt dabei einem subtilen roten Faden, die italienische Konzertsprache mit der großen europäischen Tradition, insbesondere der Bachs, verbindend.

Die Reise beginnt mit Bachs Orgelkonzert C-Dur BWV 594, einer Transkription des „Grosso Mogul“ von Antonio Vivaldi, das zu dessen virtuosesten Violinkonzerten zählt. Doppelgriffe, Bariolagen und anderen Schwierigkeiten bis in die hohen Lagen hinein hat Vivaldi hier so gehäuft eingesetzt wie in keinem anderen seiner frühen Concerti. In einer zeitgenössischen Abschrift finden sich gegen Ende der beiden Ecksätze zwei riesige Solokadenzen, in denen sich die Schwierigkeiten des Soloparts noch potenzieren. In Bachs Komposition wird das Modell des italienischen Konzerts tiefgreifend verwandelt: Die rhythmische Energie, die Virtuosität und der Kontrast zwischen den verschiedenen

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Der italienische Meisterorganist Stefano Molardi spielt Werke von Bach („Grosso Mogul“ nach Vivaldi), Padre Davide da Bergamo, Petrali und Liszt („Totentanz“).                            Sonntag 11.10.2026, 18:00, Basler Münster

Stefano Molardis Debut im Basler Münster lädt zu einer Reise durch die Geschichte der Orgel ein und folgt dabei einem subtilen roten Faden, die italienische Konzertsprache mit der großen europäischen Tradition, insbesondere der Bachs, verbindend.

Die Reise beginnt mit Bachs Orgelkonzert C-Dur BWV 594, einer Transkription des „Grosso Mogul“ von Antonio Vivaldi, das zu dessen virtuosesten Violinkonzerten zählt. Doppelgriffe, Bariolagen und anderen Schwierigkeiten bis in die hohen Lagen hinein hat Vivaldi hier so gehäuft eingesetzt wie in keinem anderen seiner frühen Concerti. In einer zeitgenössischen Abschrift finden sich gegen Ende der beiden Ecksätze zwei riesige Solokadenzen, in denen sich die Schwierigkeiten des Soloparts noch potenzieren. In Bachs Komposition wird das Modell des italienischen Konzerts tiefgreifend verwandelt: Die rhythmische Energie, die Virtuosität und der Kontrast zwischen den verschiedenen Klangebenen erhalten eine neue Dimension, in der italienische Klangsinnlichkeit und die Strenge deutscher Kompositionskunst zu einer höheren Einheit verschmelzen.

Mit der „Elevazione“ in B-Dur von Padre Davide da Bergamo (1791-1863) tauchen wir in die Gefühlswelt des italienischen 19. Jahrhunderts ein, wo die Orgel durch ihre reichhaltige und stark charakterisierte Klangfarbenpalette die Ausdruckskraft des italienischen Theaterorchesters nachzuahmen vermag. Ein Allegretto für Klarinette und ein Adagio für Voce umana (eine mystisch klingende Schwebung) von Vincenzo Petrali (1832-1889) setzen diesen Weg ins Herz der italienischen Orgeltradition fort. Zum Abschluss eröffnet der „Totentanz“ von Franz Liszt (1811-1886) in der Orgelfassung von Stefano Molardi plötzlich einen neuen Horizont. Auf der Grundlage der mittelalterlichen Sequenz „Dies irae“ schafft Liszt ein visionäres, dramatisch-monumentales Werk, wobie die Münsterorgel als grösste vielseitigste Orgel der Region zur Protagonistin eines kraftvollen Klangfreskos wird. Von Bach bis Liszt, über die grosse italienische Tradition hinweg: eine musikalische Zeitreise als kontinuierlicher Dialog zwischen Formen, Sprachen und Ausdrucksmöglichkeiten. Bach & Italien – Faszination Orgel im wahren Wortsinne!

Stefano Molardi, geboren in Cremona, ist Organist, Cembalist und Musikwissenschaftler. Seine Ausbildung erhielt er bei bedeutenden Persönlichkeiten wie E. Kooiman, H. Vogel, L. F. Tagliavini und insbesondere Michael Radulescu, bei dem er sich an der Hochschule für Musik Wien vervollkommnete und mit dem er als Generalbassspieler an der Académie Bach in Porrentruy zusammenarbeitete. Er ist Preisträger internationaler Wettbewerbe, darunter Brügge und der „Paul-Hofhaimer-Wettbewerb“ in Innsbruck. Als Solist entfaltet er eine internationale Konzerttätigkeit und trat in Europa, Brasilien, den USA und Japan in renommierten Sälen wie dem Wiener Musikverein, der Carnegie Hall in New York, dem Concertgebouw Amsterdam und dem Teatro La Fenice in Venedig auf. Er ist Professor für Orgel und Cembalo an der Musikuniversität in Lugano sowie am Conservatorio in Brescia. Seine Einspielungen erschienen bei Tactus, Christophorus, Deutsche Grammophon, Brilliant Classics und Divox. Besondere Beachtung fand neben anderen Gesamteinspielungen die Gesamtaufnahme der Orgelwerke von J. S. Bach (15 CDs, Brilliant Classics), ausgezeichnet mit internationalen Preisen, darunter 5 Sterne der Zeitschrift Musica, eine herausragende Bewertung im BBC Music Magazine, 5 Diapasons, 5 Sterne bei Goldberg sowie Auszeichnungen von Amadeus.

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The event starts in
5 Days
16 h
44 min
45 s

Event organiser

Münsterorganist Andreas Liebig

Presale

Eintritt frei - Kollekte am Ausgang (empfohlener Richtwert 30 CHF)

Total: XX.XX CHF

Info

Location:

Basler Münster, Münsterplatz 9, Basel, CH

Event organiser

Orgelkonzert BACH & Italien im Basler Münster is organised by:

Münsterorganist Andreas Liebig