Buddhistische Konzepte als Rahmen zur Vorbereitung, Navigation und Integration psychedelischer Erfahrungen
Referat von Stefan Lang
Die Bedeutung von «Set und Setting» für den Verlauf und die Wirkung psychedelischer Sitzungen wurde über Jahrzehnte hinweg sowohl in der psychedelischen Forschung und Therapie als auch – noch viel länger – in traditionellen Kontexten umfassend aufgezeigt. Zu den vielen Aspekten von Set und Setting gehören auch die Konzepte und Werte, die Teilnehmende in eine psychedelische Erfahrung einbringen.
Während traditionelle Settings in religiöse, kulturelle und soziale Rahmen eingebettet sind, fühlen sich psychedelische Suchende in westlichen Gesellschaften ohne solche offensichtlichen Bezugsrahmen oft orientierungslos – bei der Navigation durch die Erfahrung ebenso wie bei deren Vorbereitung und Integration. Der Vortrag schlägt vor, säkulare buddhistische Konzepte und Praktiken als hilfreichen Bezugsrahmen zu nutzen.
Stefan Lang ist Sozialanthropologe und autorisierter buddhistischer Dharma-Lehrer aus Bern. Seit 2000 engagiert er sich im Zentrum für Buddhismus Bern, leitet säkulare Vipassana-Meditationsretreats und verbindet buddhistische Praxis mit seinem Interesse an den unterschiedlichen Anwendungsformen psychedelischer Substanzen.