Max Petersen (p, comp), Sophie Lüssi (vl),
Leonardo Ferreyra (vl), Rahel Zellweger (va),
Andreas Ochsner (vc), Kolja Legde (b),
Fabian Arends (dr)
Ein Schlüsselbegriff für die Kompositionen des Australisch-Deutschen Pianisten Max Petersen ist der «Third-Stream». Dieser beschreibt Musik, die das Europäisch Klassische und den Afroamerikanischen Jazz vereinen soll zu einer neuen Klangsprache. Die Besetzung ist daher keinesfalls zufällig gewählt: Sowohl das Piano Trio im Jazz als auch das Streichquartett in der europäischen Kunstmusik, steht im jeweiligen musikhistorischen Kontext für eine Tradition mit einem grossen Kanon aus unzähligen Musikbeispielen – die zwei Ensembles salopp zu synthetisieren wirkt da erstmal wie eine Provokation.
So wagt dieses Ensemble einen neuen Entwurf: Ein postmodernes Plural in dem Be-Bop mit deutscher Romantik, und Renaissance Kontrapunkt neben zyklischem Groove erklingen, und manchmal gar wie ein Filmriss wirken, der in unseren zunehmend globalisierten Ohren nur allzu familiär erklingt.