Menschen aller Zeiten und Kulturen suchten und zelebrierten die Ekstase: Das Heraustreten aus dem Normalzustand. Entweder als Transzendenzerfahrung mit einer Nähe zu Gott oder als das Erleben des überhaupt Anderen jenseits von Norm und Vernunft. Ekstatische Zustände kennen wir nicht nur in substanzinduzierten Rauschzuständen (mit Alkohol oder Drogen), sondern auch im Sport, in der Sexualität und in der Spiritualität. Was genau aber ist Ekstase und weshalb und seit wann wird der Rausch eigentlich oft als das Gegenteil der Vernunft wahrgenommen?
Brauchen wir die Ekstase gerade in Gesellschaften, die ansonsten einem Kontroll- und Verfügbarkeitswahn unterliegen und eher durch den temporären Ausstieg erst wieder zu neuer Vernunft finden? Weshalb gilt eine nüchterne Ekstase als weniger verwerflich als eine drogeninduzierte Ekstase? Diese und andere Fragen werden in der philosophischen Gesprächsrunde im Rahmen des Festivals "Substanzen jetzt" diskutiert. Dabei werfen wir sowohl einen Blick auf philosophische Konzepte als auch auf kulturwissenschaftliche und historische Erkenntnisse zum Thema Rausch und Ekstase.
Die Teilnehmer:innen
Helena Barop ist Historikerin und freie Autorin. Sie forscht zur Geschichte der internationalen Drogenpolitik und des «War on Drugs». 2023 erschien ihr
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Menschen aller Zeiten und Kulturen suchten und zelebrierten die Ekstase: Das Heraustreten aus dem Normalzustand. Entweder als Transzendenzerfahrung mit einer Nähe zu Gott oder als das Erleben des überhaupt Anderen jenseits von Norm und Vernunft. Ekstatische Zustände kennen wir nicht nur in substanzinduzierten Rauschzuständen (mit Alkohol oder Drogen), sondern auch im Sport, in der Sexualität und in der Spiritualität. Was genau aber ist Ekstase und weshalb und seit wann wird der Rausch eigentlich oft als das Gegenteil der Vernunft wahrgenommen?
Brauchen wir die Ekstase gerade in Gesellschaften, die ansonsten einem Kontroll- und Verfügbarkeitswahn unterliegen und eher durch den temporären Ausstieg erst wieder zu neuer Vernunft finden? Weshalb gilt eine nüchterne Ekstase als weniger verwerflich als eine drogeninduzierte Ekstase? Diese und andere Fragen werden in der philosophischen Gesprächsrunde im Rahmen des Festivals "Substanzen jetzt" diskutiert. Dabei werfen wir sowohl einen Blick auf philosophische Konzepte als auch auf kulturwissenschaftliche und historische Erkenntnisse zum Thema Rausch und Ekstase.
Die Teilnehmer:innen
Helena Barop ist Historikerin und freie Autorin. Sie forscht zur Geschichte der internationalen Drogenpolitik und des «War on Drugs». 2023 erschien ihr viel beachtetes Sachbuch Der grosse Rausch. Warum Drogen kriminalisiert werden.
Daniel Strassberg ist Psychiater, Psychoanalytiker und promovierter Philosoph. Er beschäftigt sich insbesondere mit den Grenzbereichen von Psychoanalyse, Philosophie und Technik. Neben seiner Lehrtätigkeit ist er als Autor, Essayist und Kolumnist tätig.
Susanne Schmetkamp ist Philosophin, Autorin und Moderatorin. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Ästhetik und Ethik sowie in der Philosophie der Empathie, der Aufmerksamkeit und der zwischenmenschlichen Beziehungen. Von 2019 bis 2026 leitete sie an der Universität Freiburg ein Forschungsprojekt zur Ästhetik und Ethik der Aufmerksamkeit.
Moderation: Michael Herzig ist Dozent für Soziale Arbeit an der ZHAW, Autor und Organisationsberater. Seine Schwerpunkte sind Suchtpolitik, Schadensminderung und die Arbeit mit marginalisierten Menschen. Zuvor war er unter anderem Drogenbeauftragter der Stadt Zürich und leitete sozialmedizinische Einrichtungen.
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