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Saturday

Rivers Beyond Borders – Die Saar als Arbeiterin

Rivers Beyond Borders – Die Saar als Arbeiterin Kulturgut Ost, An der Römerbrücke 5, 66121 Saarbrücken Tickets

Credits: CURE KHK

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Kulturgut Ost, Saarbrücken (DE)

Können Flüsse Rechte haben? 2017 wurde diese Frage bereits bejaht, als dem Whanganui River in Neuseeland der Status als juristische Person zugesprochen wurde. International finden sich vermehrt Beispiele für natürliche Wesen, die juristisch einklagbare Rechte erhalten. Kann dieser Ansatz dazu beitragen, das Verhältnis von Mensch und Umwelt langfristig und lebenserhaltend zu gestalten?

Diese und andere Fragen zur Rolle der Natur in unseren Gesellschaften stellen wir am 4. Juli 2026 im Saarbrücker Kulturgut Ost auf einem Forum für alle Bürger:innen des Saarlandes und der Grande Région. Der Schriftsteller, Philosoph und Kurator Camille de Toledo – Mitbegründer der Internationale der Flüsse – hält an diesem Tag einen Impulsvortrag. Anschließend wird es in mehreren Workshops und durch Podiumsdiskussionen zahlreiche Möglichkeiten geben, mit Vertreter:innen aus Politik Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Kultur über Flüsse als Akteure und Rechtssubjekte in unseren Gesellschaften zu diskutieren. In welcher Zukunft möchten wir leben? Wie wollen wir unser Verhältnis zur Natur gestalten?

Das Käte Hamburger Kolleg CURE und das Goethe Institut Nancy laden alle Interessierten herzlich zu diesem Bürger:innenforum ein.

PROGRAMM

11.00–11.30 Begrüßung | DE
Sima Reinisch

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Können Flüsse Rechte haben? 2017 wurde diese Frage bereits bejaht, als dem Whanganui River in Neuseeland der Status als juristische Person zugesprochen wurde. International finden sich vermehrt Beispiele für natürliche Wesen, die juristisch einklagbare Rechte erhalten. Kann dieser Ansatz dazu beitragen, das Verhältnis von Mensch und Umwelt langfristig und lebenserhaltend zu gestalten?

Diese und andere Fragen zur Rolle der Natur in unseren Gesellschaften stellen wir am 4. Juli 2026 im Saarbrücker Kulturgut Ost auf einem Forum für alle Bürger:innen des Saarlandes und der Grande Région. Der Schriftsteller, Philosoph und Kurator Camille de Toledo – Mitbegründer der Internationale der Flüsse – hält an diesem Tag einen Impulsvortrag. Anschließend wird es in mehreren Workshops und durch Podiumsdiskussionen zahlreiche Möglichkeiten geben, mit Vertreter:innen aus Politik Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Kultur über Flüsse als Akteure und Rechtssubjekte in unseren Gesellschaften zu diskutieren. In welcher Zukunft möchten wir leben? Wie wollen wir unser Verhältnis zur Natur gestalten?

Das Käte Hamburger Kolleg CURE und das Goethe Institut Nancy laden alle Interessierten herzlich zu diesem Bürger:innenforum ein.

PROGRAMM

11.00–11.30 Begrüßung | DE
Sima Reinisch (Direktorin, Goethe-Institut Nancy) & Laurens Schlicht (Programmleitung, Käte Hamburger Kolleg CURE an der Universität des Saarlandes)
Eröffnung des Bürger:innenforums
Barbara Meyer, Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Saarbrücken
Ludger Santen, Präsident der Universität des Saarlandes

11.30–12.00 Camille de Toledo: Eine kurze Geschichte der Naturrechte | DE & EN
Die Vorstellung, dass Flüsse, Wälder oder Ökosysteme eigene Rechte besitzen können und darüber hinaus in der Gesellschaft als „ökologische Personen“ handeln können, gewinnt weltweit an Bedeutung. Der Philosoph, Schriftsteller und Kurator Camille de Toledo zeichnet die Entstehung dieser Idee nach und fragt, welche kulturellen, politischen und rechtlichen Veränderungen mit ihr verbunden sind. Der Vortrag führt in die Geschichte der Naturrechte ein und beleuchtet ihre Bedeutung für aktuelle Debatten über eine „ökozentrische Demokratie“, die auch nichtmenschliche Lebensformen miteinschließt.

12.00–12.15 Präsentation der Workshops | DE & EN
Gemeinsam mit den Botschafter:innen der Workshops sind die Besucher:innen eingeladen, die angebotenen Formate kennenzulernen und sich für die Workshops anzumelden, an denen sie nach der Mittagspause teilnehmen möchten.

12.15–13.15 Gemeinsame Mittagspause, Austausch, Begegnungen
In der Mittagspause laden Foodtrucks zu einer kulinarischen Stärkung ein. Die gemeinsame Pause bietet Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen, Eindrücke auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. In entspannter Atmosphäre können Teilnehmende und Mitwirkende den Tag am Kulturgut Ost gemeinsam mit einer Feier der „Rechte der Natur“ und der „Rechte der Lebenden“ beginnen.

13.30–15.00 Workshops
Vier Workshops geben Impulse, die Saar neu zu erkunden: als lebendiges Wesen, als Ausgangspunkt eines neuen Weltverhältnisses einer „biotischen Gemeinschaft“, als Erinnerungsraum, als politische Akteurin und als Projektionsfläche für eine neue Zukunft. Mit praktischen, kreativen, theatralen und digitalen Formaten, die Vorstellungen künftiger Lebensformen anregen, eröffnen die Workshops neue Perspektiven auf die Themen Flussrechte, ökologische Gerechtigkeit sowie auf die Beziehungen zwischen Mensch, Natur und demokratischer Mitgestaltung.

WORKING SAARϷ | DE & EN
Mit „WORKING SAARϷ – Der Fluss als Arbeiterin“ stellt Régis Lemberthe die Frage: Was geschieht, wenn einem Fluss Rechte zuerkannt werden und er dadurch die Bedürfnisse und Werte seines „arbeitenden Körpers“ zum Ausdruck bringen kann? Im Rahmen einer Zukunftsvision gibt Régis Lemberthe den Teilnehmenden die Möglichkeit, in die Rolle der Saar als „Fluss-Person“ zu schlüpfen und neue Ideen für ihre Zukunft zu erproben. Gemeinsam werden mögliche Szenarien für die ökologische Verantwortung, die wirtschaftliche Handlungsmacht und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit des Flusses ausprobiert. Der Workshop verbindet spekulatives und politisches Denken mit der Kraft der Imagination, um mögliche zukünftige Entwicklungen und Veränderungen zu erkunden.

ICH BIN DIE SAAR! | DE, EN & FR
Dieser Schreib- und Theaterworkshop mit Laurent Barthel widmet sich unserer Beziehung zur Saar, den Rechten der Flüsse und der Frage nach unserer gemeinsamen Zukunft mit ihnen. Denn die Saar ist nicht stumm. Für diejenigen, die sich Zeit nehmen, hinzusehen und zu hören, erzählt sie Geschichten – ihre eigenen, die der Landschaften, die sie durchfließt, und die der Menschen, die an ihren Ufern gelebt und sie geprägt haben. Sie spricht auch in uns weiter, oft ausgehend von unseren frühesten Erinnerungen, durch Bilder, Empfindungen und Nachklängen der Vergangenheit.

In diesem Workshop sind die Teilnehmenden eingeladen, ihren Eindrücken Worte zu verleihen und selbst zur „Stimme der Saar“ zu werden. Im Rahmen des Projekts „Globaler Aktivismus“ von Weltveränderer e. V. verbindet der Workshop die Geschichte der Saar mit den weltweiten Bewegungen für die Rechte von Flüssen.

DIE SAAR KENNENLERNEN UND VERSTEHEN | DE
Der Workshop, geleitet von Guido Geisen, eröffnet einen praktischen und sinnlichen Zugang zur Saar am Kulturgut Ost. Gemeinsam begeben sich die Teilnehmenden auf eine Erkundung des Flusses und seiner unmittelbaren Umgebung. Sie lernen typische Pflanzenarten kennen, beobachten Lebensräume am Ufer und entdecken Organismen, die in und an der Saar leben. Durch genaues Hinschauen und gemeinsames Erkunden wird die Saar nicht nur als Gewässer, sondern als vielfältiger Lebensraum erfahrbar. Ausgehend von diesen Beobachtungen wirft der Workshop auch weiterführende Fragen auf: Was bedeutet es, einen Fluss als lebendiges System zu verstehen?

GAMING FOR THE SAAR | EN & FR
Dieser interaktive Workshop, geleitet von Isabelle Charpentier, stellt drei digitale Tools vor, die das Saar-Einzugsgebiet mithilfe von Simulationen, historischen Rekonstruktionen und partizipativen Spielansätzen erfahrbar machen. Die Teilnehmenden können Hochwasserszenarien erkunden, die Umweltgeschichte von Flusslandschaften nachvollziehen und in einem Computerspiel den Zusammenhang zwischen ökologischer Qualität und menschlichem Wohlbefinden entdecken. Der Workshop untersucht, wie digitale Vermittlungsformate demokratische Beteiligung an ökologischen Entscheidungsprozessen unterstützen können.

15.15–17.30 Naturrechte im Gespräch 
Die Podiumsdiskussionen am Nachmittag bringen Forschende, Jurist:innen, Umweltpraktiker:innen, Künstler:innen und Kulturschaffende an einen Tisch, um über die politischen, rechtlichen und historischen Dimensionen von Flussrechten zu reflektieren. Während sich die erste Podiumsdiskussion auf die Saar und ihren spezifischen regionalen Kontext konzentriert, weitet die zweite die Perspektive auf internationale Debatten über die Rechte der Natur und neue Formen der Demokratie aus, die mehr als nur menschliche Lebensformen einschließen.
Gemeinsam schlagen die beiden Podiumsgespräche eine Brücke zwischen lokalen Erfahrungen und globalen Diskussionen über Gerechtigkeit im Umgang mit Ressourcen und ihrer Verteilung, die Rechtspersönlichkeit von Ökosystemen und demokratische Transformationen in Zeiten der ökologischen Krise.

DIE SAAR ALS LEBENSORT, mit Helen Arling, Ralf Beil, Corinna Heyer, moderiert von Michael Kipp (15.15–16.00) | DE
Diese Podiumsdiskussion widmet sich der Saar als regionalem, ökologischem, industriellem und kulturellem Raum. Die Teilnehmenden diskutieren, wie die Idee von Flussrechten den Blick auf die Saar und ihre Geschichte verändern könnte. Dabei kommen Perspektiven aus dem Umweltrecht, dem Naturschutz, der Industriegeschichte und dem Journalismus miteinander ins Gespräch.

DER FLUSS, EIN BLICK AUS DER ZUKUNFT, mit Régis Lemberthe und den Teilnehmenden des Workshops „Working SaarϷ“ (16.00–16.15) | DE & EN
Régis Lemberthe und die Teilnehmenden des Workshops „Working SaarϷ“ präsentieren ihre „Blicke aus der Zukunft“: Szenarien und Projekte, die im Workshop entwickelt wurden, indem die Vorstellungskraft rund um die Saar als „Fluss-Person“ und als anerkannte Rechtsperson entfaltet wurde.

UNTERWEGS ZU EINER INTERNATIONALE DER FLÜSSE? Mit Camille de Toledo, Baro Gabbert, moderiert von Markus Messling (16.30–17.30) | DE & EN
Welche Folgen hätte es, Flüsse als Träger eigener Rechte anzuerkennen? Diese Podiumsdiskussion beleuchtet internationale Debatten über die Rechte der Natur und von Flüssen. Diskutiert werden verschiedene Vorstellungen ökologischer Gerechtigkeit, neue rechtliche Ansätze für den Schutz von Ökosystemen sowie die politischen und demokratischen Herausforderungen, die sich aus der Anerkennung von Flüssen als Rechtssubjekte ergeben.

ANSTELLE EINES SCHLUSSWORTES: EIN FLÜCHTIGER BLICK IN EINE OFFENE ZUKUNFT | DE & EN
Mit einer kurzen Sicht auf die Zukunft verabschiedet uns Markus Messling, ohne die Absicht zu haben, Abschließendes zu sagen.

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Käte Hamburger Kolleg für kulturelle Praktiken der Reparation

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Location:

Kulturgut Ost, An der Römerbrücke 5, Saarbrücken, DE

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Rivers Beyond Borders – Die Saar als Arbeiterin is organised by:

Käte Hamburger Kolleg für kulturelle Praktiken der Reparation