spätromantisch | flüchtig | Klangräume
Was klingt, verschwindet bereits im selben Moment wieder. «INSGEHEIM» ist ein poetischer Konzertabend des Zuger Klarinettisten Reto Bieri und der CAMERATA BERN, der Musik nicht als Aussage, sondern als Schwelle begreift – zwischen Klang und Geräusch, Erinnerung und Gegenwart, Erscheinen und Verschwinden. Inspiriert von Robert Walsers feiner Undeutlichkeit, lenkt der Abend das Hören weg vom Fixierbaren hin zum Prozess des Entstehens selbst.
Das musikalische Material speist sich aus einem vielschichtigen Repertoire, das nicht zitiert, sondern transformiert wird: Bruckners weiträumige Adagios, Schostakowitschs verschlüsselte D-S-C-H-Strukturen, Pärts reduzierte Klangräume, Kanchelis fragile Erinnerungsstücke, Scelsis vokale Verdichtungen, Hartmanns expressive Brüche. Ergänzt werden sie durch ein eigens entwickeltes Klangarchiv kaum greifbarer Phänomene – Atemzüge, Schritte, ferne Stimmen –, das von der Klarinette Reto Bieris als wandernder Stimme durchzogen wird. Die CAMERATA BERN oszilliert zwischen Kollektiv und Einzelstimme, während Janiv Orons Elektronik als unsichtbare Architektur wirkt. Visuelle Projektionen von Tabea Rothfuchs und ein Nebel-Lichtkonzept von Markus Güdel gliedern den Raum in Zonen von Sichtbarkeit und
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spätromantisch | flüchtig | Klangräume
Was klingt, verschwindet bereits im selben Moment wieder. «INSGEHEIM» ist ein poetischer Konzertabend des Zuger Klarinettisten Reto Bieri und der CAMERATA BERN, der Musik nicht als Aussage, sondern als Schwelle begreift – zwischen Klang und Geräusch, Erinnerung und Gegenwart, Erscheinen und Verschwinden. Inspiriert von Robert Walsers feiner Undeutlichkeit, lenkt der Abend das Hören weg vom Fixierbaren hin zum Prozess des Entstehens selbst.
Das musikalische Material speist sich aus einem vielschichtigen Repertoire, das nicht zitiert, sondern transformiert wird: Bruckners weiträumige Adagios, Schostakowitschs verschlüsselte D-S-C-H-Strukturen, Pärts reduzierte Klangräume, Kanchelis fragile Erinnerungsstücke, Scelsis vokale Verdichtungen, Hartmanns expressive Brüche. Ergänzt werden sie durch ein eigens entwickeltes Klangarchiv kaum greifbarer Phänomene – Atemzüge, Schritte, ferne Stimmen –, das von der Klarinette Reto Bieris als wandernder Stimme durchzogen wird. Die CAMERATA BERN oszilliert zwischen Kollektiv und Einzelstimme, während Janiv Orons Elektronik als unsichtbare Architektur wirkt. Visuelle Projektionen von Tabea Rothfuchs und ein Nebel-Lichtkonzept von Markus Güdel gliedern den Raum in Zonen von Sichtbarkeit und Verschwinden.
Vier «Nebelfelder» strukturieren den Abend – von der tastenden Erscheinung des ersten Klangs bis zur Auflösung in
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