Ökumene in neuen Koordinaten?
Postkonfessionelle Perspektiven in einer nachchristlichen Gesellschaft
Prof. Dr. theol. Jan Loffeld, Utrecht
Im Gedenken an den grossen Luzerner Theologen, Ökumeniker und Seelsorger Otto Karrer (1888 – 1976) lädt das Ökumenische Institut Luzern an der Theologischen Fakultät traditionsgemäss namhafte Persönlichkeiten ein. Im Sinn der wegbereitenden Arbeit Karrers beleuchten sie relevante Fragen für die Ökumene sowie für den konstruktiven Dialog von Kirche und Gesellschaft.
Die Religionssoziologie zeigt, dass konfessionelle Unterschiede kaum noch wahrgenommen werden. Vielen Menschen sind innerkirchliche Fragen fern. Sie erkennen keine qualitativen Differenzen zwischen den Konfessionen. Insgesamt gehen religiöse Kenntnisse und die lebensweltliche Bedeutung christlicher Inhalte deutlich zurück. Kirchenaustritte zeigen die
wachsende Entfremdung. Diese ernüchternden Befunde aber eröffnen für den Referenten der diesjährigen Otto-Karrer-Vorlesung, Jan Loffeld, grosse ökumenische Chancen: In grundlegenden Glaubensfragen sitzen die Kirchen im selben Boot und könnten jenseits konfessioneller Abgrenzungen neue Verbundenheit entwickeln.
Der diesjährige Festredner Prof. Dr. Jan Loffeld ist seit 2019 Professor für Praktische Theologie an der Tilburg School
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Ökumene in neuen Koordinaten?
Postkonfessionelle Perspektiven in einer nachchristlichen Gesellschaft
Prof. Dr. theol. Jan Loffeld, Utrecht
Im Gedenken an den grossen Luzerner Theologen, Ökumeniker und Seelsorger Otto Karrer (1888 – 1976) lädt das Ökumenische Institut Luzern an der Theologischen Fakultät traditionsgemäss namhafte Persönlichkeiten ein. Im Sinn der wegbereitenden Arbeit Karrers beleuchten sie relevante Fragen für die Ökumene sowie für den konstruktiven Dialog von Kirche und Gesellschaft.
Die Religionssoziologie zeigt, dass konfessionelle Unterschiede kaum noch wahrgenommen werden. Vielen Menschen sind innerkirchliche Fragen fern. Sie erkennen keine qualitativen Differenzen zwischen den Konfessionen. Insgesamt gehen religiöse Kenntnisse und die lebensweltliche Bedeutung christlicher Inhalte deutlich zurück. Kirchenaustritte zeigen die
wachsende Entfremdung. Diese ernüchternden Befunde aber eröffnen für den Referenten der diesjährigen Otto-Karrer-Vorlesung, Jan Loffeld, grosse ökumenische Chancen: In grundlegenden Glaubensfragen sitzen die Kirchen im selben Boot und könnten jenseits konfessioneller Abgrenzungen neue Verbundenheit entwickeln.
Der diesjährige Festredner Prof. Dr. Jan Loffeld ist seit 2019 Professor für Praktische Theologie an der Tilburg School of Catholic Theology in Utrecht. In seinen Arbeiten – unter anderem in seiner viel beachteten Publikation „Wenn nichts fehlt, wo Gott fehlt“ (2024) – setzt er sich kritisch und konstruktiv mit den Herausforderungen auseinander, die sich den Kirchen in einer säkularisierten und «postkonfessionellen» Gesellschaft stellen – auch und gerade mit Blick auf die grossen Chancen für die Ökumene.
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