Im Jahr eins nach dem Volksaufstand im Juni 1953 war die Stimmung in der DDR weiter angespannt. Lebensmittelknappheit und Lieferengpässe prägten den Alltag. Mit Großveranstaltungen und vorsichtigen politischen und ökonomischen Lockerungen buhlte die SED-Führung um die Zustimmung der Bevölkerung. Zugleich überzog die Stasi auf der Suche nach Spionen und Agenten die DDR mit einer Verhaftungswelle und Schauprozessen.
All dies spielt im neuen Band zum Jahr 1954 der Reihe „Die DDR im Blick der Stasi“ eine große Rolle. Außerdem liest der Schriftsteller Jörg Kastner aus seinem Roman „Ein Präsident verschwindet“ über die Flucht des Verfassungsschutzpräsidenten Otto John in die DDR im Jahr 1954, die ebenfalls Thema der Stasi-Berichte war.
Mit Prof. Daniela Münkel, Dr. Martin Stief (Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv) und Jörg Kastner (Autor)