Die jahrelange konstante Zusammenarbeit mit der Schwedischen Botschaft in Bern und dem Schwedischen Filminstitut in Stockholm beschert uns auch 2026 eine abwechlungsreiche Filmreihe.
Regie: Lisa Langseth; mit Nils Wetterholm, Alva Bratt, Pernilla August; SWE 2025, Schwedisch mit deutschen Untertiteln, 1h40, ab 11 Jahren
Wenn alles so gut ist – warum fühlen wir uns dann so schlecht? In der psychiatrischen Klinik Care steht der Profit vor dem Menschen – Diagnosen zu vergeben lohnt sich mehr, als den Menschen tatsächlich dabei zu helfen, sich besser zu fühlen. Der Psychologiestudent Johannes fühlt sich während seines Praktikums zunächst fehl am Platz. Doch alles verändert sich, als er auf eine Gruppe von Patienten trifft, die nicht ins Schema passen: Rose, die unter rätselhaften Schmerzen „da unten“ leidet; Markus, ein Immobilienmakler, der bei jeder Hausbesichtigung in Tränen ausbricht; Emily, die gerade auf ADHS untersucht wird; und Rakel, eine Performance-Künstlerin, die persönliche Ungerechtigkeiten buchstäblich wegtanzt. Gemeinsam schliessen sie sich zu einer ungewöhnlichen Gemeinschaft zusammen – dem Dance Club. Dort stellen sie eine radikale Frage: Gibt es Wege zur Heilung, die ohne Medikamente und Etikettierungen auskommen? Lisa Langseth ist eine eindrückliche sozialkritische Komödie über die aktuelle psychiatrische Versorgung in Schweden gelungen.
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