Was ist der Unterschied zwischen «dekolonisieren» und «Dekolonisierung»? Welche Geschichte haben diese Begriffe und welche Rolle haben sie in den Befreiungsbewegungen des 20. und 21. Jahrhunderts gespielt? In diesem Workshop wird eine Reihe von Problemen im Zusammenhang mit diesen Kategorien erörtert, insbesondere die Frage, welche künstlerischen Gattungen durch die jeweilige Kategorie privilegiert sind. Der Roman und die Poesie beispielsweise wurden lange Zeit als privilegierte Orte antikolonialer Ästhetik angesehen. Doch wie könnten andere künstlerische Ausdrucksformen (z. B. Architektur oder eine Zeichnung von Fadenspielen) das Verständnis der Problematik des Postkolonialen verkomplizieren, dazu beitragen oder sogar neu gestalten?