Herr W. – Ein Stück über das Glück des Vergessens
Andreas Schertenleib präsentiert seine Geschichten auf die ihm eigene authentische Art und konfrontiert das Publikum mit persönlichen existentiellen Fragen:
Sein 17. Stück handelt von Herrn W., der nicht mehr weiss, wer er ist und wer er war. Vergessen sind die Namen seiner Frau und seiner Kinder, sein Beruf, seine einstigen Träume, seine Ängste und Konflikte. Im Hier und Jetzt erlebt er Momente des Glücks. So kann Vergessen auch ein Segen sein.
Andreas Schertenleib spielt in schnellem Wechsel Herrn W. und seinen Pfleger, einen ehemals angesehenen Arzt und auch sich selbst, Andreas. Als Erzähler der Geschichte erlaubt er sich, eigene Erfahrungen einfliessen zu lassen. Er erzählt beispielsweise von seinem Vater, der über neunzig ist und darunter leidet, dass er nicht mehr gut erzählen kann. Indem er Fiktion und Wirklichkeit verknüpft, schafft er eine unfassbare Nähe zum Publikum.