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Dez

28

Montag

Adieu au langage (3D)

Adieu au langage (3D) Filmpodium Tickets
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Filmpodium, Zürich, CH
JLG 90 neuf zéro
Filmkritiker, Filmemacher und Filmforscher; Bild-, Wort- und Multimediakünstler; Monteur, Tüftler und Handwerker; Stratege, Manipulator und Trickster: Jean-Luc Godard, das neugierige, nimmermüde, unberechenbare Enfant terrible des Kinos feiert am 3. Dezember seinen 90. Geburtstag.

«Eine Dreiecksgeschichte in 3D am Genfersee: Eine Frau geht fremd, ihr Mann dreht durch, ein Hund schwänzelt dem Ufer entlang, und weil’s so schön ist, erzählt uns Godard das Ganze gleich noch einmal. Auf der Tonspur wirft der Altmeister mit Zitaten grosser Autoren um sich und klemmt die Musik immer dann ab, wenn’s am schönsten ist. So weit also alles beim Alten. Und doch (…): Das intellektuelle Pathos des ewig Unverstandenen wirkt – wie im Titel angedeutet – weniger grimmig als auch schon und wird aufgelockert durch frivoles visuelles Experimentieren. Mit kindlicher Lust erforscht Godard die Grenzen seines neuen Spielzeugs: Er freut sich über das Bildrauschen billiger Interdiscount-Kameras, lässt diese Modelleisenbahn fahren und strapaziert unsere Augen weit über die Komfortzone hinaus. Warum, zum Beispiel, soll man immer beiden Augen dasselbe zeigen, wenn man dank 3D-Brille eine Schuss-Gegenschuss-Sequenz elegant übereinanderlegen kann? Je nachdem, welches Auge man öffnet, kann man...

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JLG 90 neuf zéro
Filmkritiker, Filmemacher und Filmforscher; Bild-, Wort- und Multimediakünstler; Monteur, Tüftler und Handwerker; Stratege, Manipulator und Trickster: Jean-Luc Godard, das neugierige, nimmermüde, unberechenbare Enfant terrible des Kinos feiert am 3. Dezember seinen 90. Geburtstag.

«Eine Dreiecksgeschichte in 3D am Genfersee: Eine Frau geht fremd, ihr Mann dreht durch, ein Hund schwänzelt dem Ufer entlang, und weil’s so schön ist, erzählt uns Godard das Ganze gleich noch einmal. Auf der Tonspur wirft der Altmeister mit Zitaten grosser Autoren um sich und klemmt die Musik immer dann ab, wenn’s am schönsten ist. So weit also alles beim Alten. Und doch (…): Das intellektuelle Pathos des ewig Unverstandenen wirkt – wie im Titel angedeutet – weniger grimmig als auch schon und wird aufgelockert durch frivoles visuelles Experimentieren. Mit kindlicher Lust erforscht Godard die Grenzen seines neuen Spielzeugs: Er freut sich über das Bildrauschen billiger Interdiscount-Kameras, lässt diese Modelleisenbahn fahren und strapaziert unsere Augen weit über die Komfortzone hinaus. Warum, zum Beispiel, soll man immer beiden Augen dasselbe zeigen, wenn man dank 3D-Brille eine Schuss-Gegenschuss-Sequenz elegant übereinanderlegen kann? Je nachdem, welches Auge man öffnet, kann man selbst entscheiden, aus welcher Perspektive man die Szene verfolgen will. Gespielt wird freilich nicht nur um des Spielens willen. Es geht um nicht weniger als die Befreiung der dritten Dimension vom rigiden Korsett des Realismus, dem sie im kommerziellen Kino unterworfen ist. (…) Gleichzeitig überrascht er durch eine konsequente Reduktion der Mittel auf ein absolutes Minimum: Der Film hat mit siebzig Minuten nicht nur eine ideale Länge, gedreht haben Godard und sein Kameramann Fabrice Aragno meist zu zweit und fast ausschliesslich in und um des Meisters Haus am Genfersee.» (Xenix, März 2015)

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Ausverkauft

Infos

Ort:

Filmpodium, Nüschelerstrasse 11, Zürich, CH

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