fb pixel
 

Dez

3

Donnerstag

Bildbuch (Le livre d'image)

Bildbuch (Le livre d'image) Filmpodium Tickets
-
Filmpodium, Zürich, CH
JLG 90 neuf zéro
Filmkritiker, Filmemacher und Filmforscher; Bild-, Wort- und Multimediakünstler; Monteur, Tüftler und Handwerker; Stratege, Manipulator und Trickster: Jean-Luc Godard, das neugierige, nimmermüde, unberechenbare Enfant terrible des Kinos feiert am 3. Dezember seinen 90. Geburtstag.

Jean-Luc Godard hat von seinem bisher jüngsten Film eine Fassung erstellt, die er höchstpersönlich auf Deutsch eingesprochen hat.
«Fünfzig Jahre nach der Rebellion der Kinobilderstürmer in Cannes gibt sich der ewige Revolutionär so kompromisslos wie (fast) eh und je. ‹Ich werde immer auf der Seite der Bombenleger sein›, erklärt seine doch mittlerweile etwas brüchig gewordene Autoritätsstimme sinngemäss im Verlauf seiner jüngsten Bild- und Ton-Kaskade. (...)
Eine Filmszene nach der anderen montiert er aneinander, Zugfahrten, Landschaften, menschliche Interaktionen: Godards Bilderfundus scheint unerschöpflich. Aber zeitlich eingegrenzt. Im Wesentlichen hält er sich an seine ganz persönliche Histoire(s) du cinéma, hin und wieder ergänzt durch einen Youtube-Clip von Al Jazeera, die Mobiltelefon-Aufnahme von Anne-Marie Miévilles Hund oder die eine oder andere Sequenz aus einem Trigon-Film von vor tausend und zwei Nächten.
Montiert ist das wie am Küchentisch, vielleicht gar am Computer. Abrupt,...

mehr anzeigen

JLG 90 neuf zéro
Filmkritiker, Filmemacher und Filmforscher; Bild-, Wort- und Multimediakünstler; Monteur, Tüftler und Handwerker; Stratege, Manipulator und Trickster: Jean-Luc Godard, das neugierige, nimmermüde, unberechenbare Enfant terrible des Kinos feiert am 3. Dezember seinen 90. Geburtstag.

Jean-Luc Godard hat von seinem bisher jüngsten Film eine Fassung erstellt, die er höchstpersönlich auf Deutsch eingesprochen hat.
«Fünfzig Jahre nach der Rebellion der Kinobilderstürmer in Cannes gibt sich der ewige Revolutionär so kompromisslos wie (fast) eh und je. ‹Ich werde immer auf der Seite der Bombenleger sein›, erklärt seine doch mittlerweile etwas brüchig gewordene Autoritätsstimme sinngemäss im Verlauf seiner jüngsten Bild- und Ton-Kaskade. (...)
Eine Filmszene nach der anderen montiert er aneinander, Zugfahrten, Landschaften, menschliche Interaktionen: Godards Bilderfundus scheint unerschöpflich. Aber zeitlich eingegrenzt. Im Wesentlichen hält er sich an seine ganz persönliche Histoire(s) du cinéma, hin und wieder ergänzt durch einen Youtube-Clip von Al Jazeera, die Mobiltelefon-Aufnahme von Anne-Marie Miévilles Hund oder die eine oder andere Sequenz aus einem Trigon-Film von vor tausend und zwei Nächten.
Montiert ist das wie am Küchentisch, vielleicht gar am Computer. Abrupt, gezielt amateurhaft, mit den gleichen Musikzitaten, Explosionen und Vignetten, die er seit vielen Jahren einsetzt. Seine Stimme schnarrt über mehrere Tonkanäle, mal von links, dann von rechts und dann wieder, mitten im Satz, von vorne. Godard macht sich lustig mit/über dem/den Surround-Sound.
Wer sein Werk und seine Biografie kennt, wird sich selten langweilen in diesem Bildbuch. Wenn man nicht damit beschäftigt ist, die Filmausschnitte zu identifizieren, folgt man Godards Gedankenketten, versucht, sie zu verknüpfen und zu organisieren. Auch darüber mokiert sich dieser Film.» (Michael Sennhauser, sennhausersfilmblog.ch, 12.5.2018)

weniger anzeigen

Der Event beginnt in
6 Tage
1 Std
35 Min
53 Sek

Total: XX.XX CHF

Ausverkauft

Infos

Ort:

Filmpodium, Nüschelerstrasse 11, Zürich, CH

Links zum Event