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Dez

17

Donnerstag

Seules les bêtes

Eine Frau verschwindet. Am Tag nach einem grossen Schneesturm findet man ihr Auto auf der Strasse einer Hochebene in den Weiten des Causse Méjean im französischen Zentralmassiv. Die Polizei tappt im Dunkeln, doch es gibt fünf Personen, die irgendwie mit dem Fall in Verbindung stehen. Alle verbergen ein Geheimnis, aber keiner ahnt, wo diese Geschichte tatsächlich begonnen hat: nicht auf diesem von Winterwinden gepeitschten Berg, sondern auf einem fernen Kontinent, wo Hitze regiert und Armut das Leben diktiert. Dem deutsch-französischen Regisseur Dominik Moll gelang mit der mehrfach preisgekrönten schwarzen Komödie «Harry, un ami qui vous veut du bien» 2001 der internationale Durchbruch. Nun hat er mit «Seules les bêtes», zusammen mit seinem bewährten Co-Autor Gilles Marchand, den gleichnamigen Roman von Colin Niel für die Leinwand adaptiert. Durch die Verbindung zweier gegensätzlicher Lebenswelten – das einsame Hochplateau im Süden Frankreichs und das 5000 Kilometer entfernte Abidjan, die ehemalige Hauptstadt der Elfenbeinküste mit ihren fast fünf Millionen Einwohnern – bietet der Roman ein einzigartiges Setting. Aussergewöhnlich ist auch die Erzählstruktur: Wie bei Akira Kurosawas «Rashomon» wird aus den persönlichen Blickwinkeln der Protagonisten erzählt, doch da hier mehrere

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Eine Frau verschwindet. Am Tag nach einem grossen Schneesturm findet man ihr Auto auf der Strasse einer Hochebene in den Weiten des Causse Méjean im französischen Zentralmassiv. Die Polizei tappt im Dunkeln, doch es gibt fünf Personen, die irgendwie mit dem Fall in Verbindung stehen. Alle verbergen ein Geheimnis, aber keiner ahnt, wo diese Geschichte tatsächlich begonnen hat: nicht auf diesem von Winterwinden gepeitschten Berg, sondern auf einem fernen Kontinent, wo Hitze regiert und Armut das Leben diktiert. Dem deutsch-französischen Regisseur Dominik Moll gelang mit der mehrfach preisgekrönten schwarzen Komödie «Harry, un ami qui vous veut du bien» 2001 der internationale Durchbruch. Nun hat er mit «Seules les bêtes», zusammen mit seinem bewährten Co-Autor Gilles Marchand, den gleichnamigen Roman von Colin Niel für die Leinwand adaptiert. Durch die Verbindung zweier gegensätzlicher Lebenswelten – das einsame Hochplateau im Süden Frankreichs und das 5000 Kilometer entfernte Abidjan, die ehemalige Hauptstadt der Elfenbeinküste mit ihren fast fünf Millionen Einwohnern – bietet der Roman ein einzigartiges Setting. Aussergewöhnlich ist auch die Erzählstruktur: Wie bei Akira Kurosawas «Rashomon» wird aus den persönlichen Blickwinkeln der Protagonisten erzählt, doch da hier mehrere Geschichten ineinander verwoben werden, sind die einzelnen Perspektiven und auch die Zeitebenen nicht deckungsgleich, was immer neue Fragen und Höchstspannung bis zum Ende generiert. Durchweg grossartig sind die Darsteller, die ihren Figuren eine eindringliche Präsenz verleihen: Denis Ménochet (Michel), Laure Calamy (Alice), Damien Bonnard (Joseph) und Valeria Bruni Tedeschi (Evelyne). Die 24-jährige Nadia Tereszkiewicz (Marion) wurde beim Tokyo Film Festival als beste Schauspielerin ausgezeichnet und der Laiendarsteller Guy Roger «Bibisse» N’Drin (Armand) überzeugt in seiner ersten Filmrolle. «Seules les bêtes», der seine Premiere an den Internationalen Filmfestspielen von Venedig feierte, ist ein hypnotisierender Thriller voller überraschender Wendungen und mit der richtigen Dosis schwarzen Humors: «Von Anfang an messerscharf, unberechenbar und spannungsgeladen», so Screendaily.

 

Weitere Vorstellungen im Januar.

 

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Total: XX.XX CHF

Ausverkauft

Infos

Ort:

Kinok | Cinema in der Lokremise, Grünbergstrasse 7, St. Gallen, CH

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