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Donnerstag

VAN LOOK PREIS 2023 | Highlights aus der Sammlung Jakob

VAN LOOK PREIS 2023 | Highlights aus der Sammlung Jakob Galerie für Gegenwartskunst | E-WERK Freiburg, Eschholzstraße 77, 79106 Freiburg im Breisgau Tickets

Credits: Gabriella Torres-Ferrer, We Are All Unter the Same Sky, 2018, Foto © Embajada and the artist.

VAN LOOK PREIS 2023 | Vika Prokopaviciute | Galerie I

Ausstellung | Sa 1.4.2023 – So 30.4.2023

// DE

Die Van Look Stiftung verleiht in Erinnerung an den Freiburger Künstler Hans-Günther van Look (1939-2007) alle zwei Jahre den Van Look Preis für Bildende Kunst im E-Werk. Bisherige Preisträger*innen waren Andreas von Ow, Zora Kreuzer und Uta Pütz. In diesem Jahr hat sich die fachkundig besetzte Jury für eine Künstlerin aus Wien entschieden, die den Prozess des Malens und der Bildfindung wie eine forschende Wissenschaftlerin analysiert. Ihre nicht-figurativen Bildräume scheinen im Digitalen verortet zu sein und bestimmten Algorithmen zu folgen. Damit erfüllt sie gleich zwei Kriterien, die für die Vergabe des Preises entscheidend sind und sich aus dem Kunstschaffen van Looks herleiten: einmal die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Raum und seinen unterschiedlichen Interpretationsmöglichkeiten und zum anderen eine künstlerische Arbeitsweise im Sinne eines „artiste-chercheur“. Damit ist eine Künstlerpersönlichkeit gemeint, die sich wie ein Wissenschaftler*in fortlaufend Fragen stellt und im Prozess des Arbeitens nach Lösungen sucht.

Finanziert wird der Van Look Preis durch Spenden, Mitgliederbeiträge und vor allem durch die Vermietung von Gemälden aus dem Nachlass des

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VAN LOOK PREIS 2023 | Vika Prokopaviciute | Galerie I

Ausstellung | Sa 1.4.2023 – So 30.4.2023

// DE

Die Van Look Stiftung verleiht in Erinnerung an den Freiburger Künstler Hans-Günther van Look (1939-2007) alle zwei Jahre den Van Look Preis für Bildende Kunst im E-Werk. Bisherige Preisträger*innen waren Andreas von Ow, Zora Kreuzer und Uta Pütz. In diesem Jahr hat sich die fachkundig besetzte Jury für eine Künstlerin aus Wien entschieden, die den Prozess des Malens und der Bildfindung wie eine forschende Wissenschaftlerin analysiert. Ihre nicht-figurativen Bildräume scheinen im Digitalen verortet zu sein und bestimmten Algorithmen zu folgen. Damit erfüllt sie gleich zwei Kriterien, die für die Vergabe des Preises entscheidend sind und sich aus dem Kunstschaffen van Looks herleiten: einmal die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Raum und seinen unterschiedlichen Interpretationsmöglichkeiten und zum anderen eine künstlerische Arbeitsweise im Sinne eines „artiste-chercheur“. Damit ist eine Künstlerpersönlichkeit gemeint, die sich wie ein Wissenschaftler*in fortlaufend Fragen stellt und im Prozess des Arbeitens nach Lösungen sucht.

Finanziert wird der Van Look Preis durch Spenden, Mitgliederbeiträge und vor allem durch die Vermietung von Gemälden aus dem Nachlass des Künstlers. Namhafte Stiftungen, Unternehmen und Sammler*innen mieten Werke van Looks und fördern damit Künstler*innen der nächsten Generation (www.vanlook-stiftung.de).

 

Der Van Look Preis 2023 geht an Vika Prokopaviciute. Die Künstlerin ist 1983 in Vilnius/Litauen geboren und in Russland aufgewachsen. Sie hat Architektur in Samara/Russland studiert, als Grafikerin gearbeitet und von 2012 bis 2019 ein Studium der Malerei an der Universität für Angewandte Kunst Wien absolviert. Sie lebt und arbeitet in Wien.

Vika Prokopaviciute erhält den Van Look Preis, weil in ihrem Werk das Thema Raum von Bedeutung ist, und weil sie wie eine forschende Künstlerin arbeitet – beides Kriterien für die Vergabe, die sich aus dem Kunstschaffen van Looks herleiten. Nach Auffassung der Jury hat sie in nur wenigen Jahren ein Konvolut von Bildern geschaffen, das schon jetzt eine stringente malerische Position der Gegenwart mit viel Entwicklungspotenzial darstellt. Vika Prokopaviciute denkt in räumlichen Bezügen, insbesondere dann, wenn sie Bilder für einen bestimmten Ausstellungsraum malt und auf die dortigen Gegebenheiten reagiert. So kann die Grundstruktur eines Heizkörpers oder einer halb geöffneten Glastür Anlass sein, zum abstrakten Motiv zu werden, das sich von Bild zu Bild verändert, bis es verschwindet. Jedes Werk ist auf das vorherige begründet und mit diesem nicht nur formal, sondern auch durch bestimmte Fragestellungen der Künstlerin verbunden. Dabei geht Prokopaviciute streng methodisch nach Regeln vor, die sie selbst definiert hat.

Preisverleihung und Vernissage | Sa 1.4.2023 | 18 Uhr | Galerie I

// EN

In memory of the Freiburg artist Hans-Günther van Look (1939-2007), the Van Look Foundation awards the Van Look Prize for Visual Arts at the E-Werk every two years. Previous winners have been Andreas von Ow, Zora Kreuzer and Uta Pütz. This year, the expert jury has chosen an artist from Vienna who analyzes the process of painting and image making like a researching scientist. Her non-figurative pictorial spaces seem to be located in the digital and to follow certain algorithms. In this way, she fulfills two criteria that are decisive for the awarding of the prize and are derived from van Look's artistic work: on the one hand, the artistic examination of the subject of space and its various possibilities of interpretation and, on the other hand, an artistic working method in the sense of an "artiste-chercheur". This refers to an artist personality who, like a scientist, continuously asks himself questions and seeks solutions in the process of working.

The Van Look Prize is financed by donations, membership fees and, above all, by the rental of paintings from the artist's estate. Renowned foundations, companies and collectors rent works by Van Look and thus support artists of the next generation (www.vanlook-stiftung.de).

The Van Look Prize 2023 goes to Vika Prokopaviciute. The artist was born in 1983 in Vilnius/Lithuania and grew up in Russia. She studied architecture in Samara/Russia, worked as a graphic designer and studied painting at the University of Applied Arts Vienna from 2012 to 2019. She lives and works in Vienna.

Vika Prokopaviciute is awarded the Van Look Prize because the theme of space is significant in her work and because she works like an exploratory artist - both criteria for the award that derive from Van Look's art-making. In the jury's opinion, she has created a body of paintings in only a few years that already represents a stringent painterly position of the present with much potential for development. Vika Prokopaviciute thinks in spatial terms, especially when she paints pictures for a specific exhibition space and reacts to the conditions there. Thus, the basic structure of a radiator or a half-open glass door can be the occasion to become an abstract motif that changes from picture to picture until it disappears. Each work is based on the previous one and is connected to it not only formally but also by certain questions posed by the artist. In doing so, Prokopaviciute proceeds strictly methodically according to rules she has defined herself.

Highlights aus der Sammlung Jakob I Galerie II

Ausstellung | Sa 1.4.2023 – So 30.4.2023

// DE

Neckar Doll, Evgenij Gottfried, Constantin Hartenstein, Thomas Liu Le Lann, Gabriella Torres-Ferrer, Karla Zipfel
Als postdigitales Zukunftslabor präsentiert die Galerie für Gegenwartskunst, E-WERK (Galerie II) eine Auswahl junger Konzeptkunst aus der Privatsammlung Lukas Jakob. Jakob lebt in Freiburg und ist einer der jüngsten Sammler Deutschlands. Die ausgewählten Arbeiten junger internationaler Künstler*innen setzen sich mit Zukunftsideologien, Sozialisierungsprozessen und Netzkultur auseinander. Sie hinterfragen Machtstrukturen in Zeiten ständiger Selbstoptimierung des Individuums im digitalen Raum. In ihrer künstlerischen Produktion setzten diese Künstler*innen Prozesse aus den Bereichen der Medizin, des Handwerks, des Designs oder der Sub- und Kryptokultur neuartig ein, um teilweise interaktive Rauminstallationen zu schaffen.

Wie zerbrechlich ist die künstlerische DNA dieser Generation? Was sind ihre Mittel des Austauschs in einer globalisierten vernetzten Gesellschaft und mit welchen hybriden Formen suchen sie den Herausforderungen ihrer Zeit zu begegnen?

Lukas Jakob (*1998) sammelt seit 2016 Gegenwartskunst. Der geprüfte Verwaltungswirt arbeitet bei der Stadtverwaltung Freiburg und pendelt zwischen Gundelfingen, Deutschland und Genf, Schweiz. Seine Privatsammlung macht er regelmässig der Öffentlichkeit zugänglich. Sie ist der neuste Zugang im BMW Art Guide by Independent Collectors. In einem jüngst erschienenen Interview spricht er u.a. über seine Sammlung und seine Leidenschaft für Gegenwartskunst.

Vernissage | Fr 31.3.2023 | 19-22 Uhr
Eröffnungs-Talk mit Künstlern moderiert von Heidi Brunnschweiler
mit DJane Ella Stracciatella | bis 22 Uhr

 

// EN

Neckar Doll, Evgenij Gottfried, Constantin Hartenstein, Thomas Liu Le Lann, Gabriella Torres-Ferrer, Karla Zipfel
As a post-digital future laboratory, the Galerie für Gegenwartskunst, E-WERK (Gallery II) presents a selection of young conceptual art from the private collection of Lukas Jakob. Living in Freiburg, he is one of the youngest collectors in Germany. The selected works by young international artists deal with future ideologies, socialisation processes and Crypto net culture. These artists question power structures in times of constant self-optimisation of the individual in the digital space. In their artistic production, they use processes from the fields of medicine, crafts, design or sub- and crypto-culture in new ways to create partly interactive installations.

How fragile is the artistic DNA of this generation? What are their means of exchange in a globalised networked society and with what hybrid forms do they seek to meet the challenges of their time?

Lukas Jakob (*1998) has been collecting contemporary art since 2016. Commuting between Gundelfingen, Germany and Geneva, Switzerland, the qualified administrator works for the municipality of Freiburg. He regularly makes his private collection accessible to the public. His collection is the latest addition to the BMW Art Guide by Independent Collectors. In a recent interview, he talks about his collection and his passion for contemporary art, among other things.

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Künstler*innen // Artists

Neckar Doll, Evgenij Gottfried, Constantin Hartenstein, Thomas Liu Le Lann, Gabriella Torres-Ferrer, Karla Zipfel

Veranstaltungen // Events

Vernissage
Fr 31.3.2023 | 19-22 Uhr
Eröffnungs-Talk mit Künstlern moderiert von Heidi Brunnschweiler
mit DJane Ella Stracciatella | bis 22 Uhr

Führungen durch den Sammler
Fr 21.4. | 28.4. | 18 Uhr

Late-Night-Viewing
Fr 21.4 | 19-22 Uhr
mit Performances und Apéro
mit Aligned, Candy Crystal und Performance AG mit Jürgen Oschwald

Öffnungszeiten Galerie 1 & 2 // Opening hours

Do | Fr 17-20 Uhr
Sa 14-20 Uhr
So 14-18 Uhr

Die Galerie bleibt am Karfreitag, 7.4. und Ostersonntag, 9.4.2023 geschlossen.

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Veranstalter:in

Galerie für Gegenwartskunst

Total: XX.XX

Infos

Ort:

Galerie für Gegenwartskunst | E-WERK Freiburg, Eschholzstraße 77, Freiburg im Breisgau, DE

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