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Okt

23

Freitag

Kalkutta schwarzweiss

Sprechen Bengalinnen und Bengalen von Kalkutta, tun sie’s mit leuchtenden Augen; für sie ist die Stadt unangefochtene Kulturhauptstadt Indiens. Im Westen allerdings hatte Kalkutta den Ruf eines schwarzen Lochs, einer Kloake; für Autoren des 20. Jahrhunderts war die Metropole – so der amerikanische Historiker Jeffrey N. Dupée – eine "exemplarische urbane Horrorstory". Zwischen Fremdklischee und Selbstwahrnehmung klafft eine Lücke, welche der Fotograf Samuel Schütz und der Klangdokumentarist Thomas Kaiser bei zahlreichen und ausgedehnten Aufenthalten in Kalkutta ausloteten. Langsam, Schritt für Schritt, fotografierte Schütz mit einer Lochkamera Strassenzüge, Verkehrsknoten und Werkstätten; Kaiser befragte Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt nach ihren nächtlichen Träumen und nach ihren Lebensgeschichten. Darüber hinaus nahm er die Klänge der Stadt auf: Strassenmusiker, fliegende Händler, religiöse Feiern, Strassenverkehr und das Krakeelen der allgegenwärtigen Krähen. Licht und Dunkel der Bildprojektionen im Ausstellungsraum, Stimmen, Klänge und Momente der Stille ersetzen die Schwarzweiss-Klischees von der Stadt durch Schattierungen und Zwischentöne.
Event ist beendet

Total: XX.XX CHF

Infos

Ort:

Völkerkundemuseum der Universität Zürich | Seminarraum, Pelikanstrasse 40, Zürich, CH