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Sep

10

Donnerstag

Kalkutta schwarzweiss. Träume, Stimmen, Bilder

Kalkutta leide unter einer schlechten Presse, stellte der britische Soziologe John Hutnyk 1996 fest, der Stadt hafte der Ruf eines «schwarzen Lochs» an, schrieb der Historiker Jeffrey N. Dupée 2008: Reiseschriftsteller des 20. Jahrhunderts behandelten Kalkutta als «exemplarische urbane Horror Story». In Indien wiederum, und ein bisschen mehr noch vielleicht in Kalkutta selbst, wird die Metropole bis heute als die Kulturhauptstadt des Subkontinents verklärt.

Zwischen Selbstwahrnehmung und Aussensicht klafft eine Lücke, welche der Fotograf Samuel Schütz und der Klangdokumentarist Thomas Kaiser bei zahlreichen Aufenthalten in Kalkutta ausloteten. Schütz fotografierte mit einer Lochkamera Schritt für Schritt Strassenzüge, Kreuzungen und Werkstätten; Kaiser befragte Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt nach ihren Träumen und Geschichten. Dazu nahm er die vielfältigen Klänge der Stadt auf: Strassenmusiker, religiöse Feste, die allgegenwärtigen Krähen.

Licht und Dunkel der Bildprojektionen im Ausstellungsraum, die Klänge und Momente der Stille, ersetzen gängige Schwarzweiss-Klischees von der Stadt durch unzählige Schattierungen und unerhörte Zwischentöne.

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Infos

Ort:

Völkerkundemuseum der Universität Zürich | Seminarraum, Pelikanstrasse 40, Zürich, CH