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Apr

8

Montag

Deutscher Wald. Fotografien von Solveig Faust

Deutscher Wald. Fotografien von Solveig Faust Museumshaus Im Güldenen Arm Tickets
Beginn:
Ende:
Museumshaus Im Güldenen Arm, Potsdam, DE

Seit der Romantik gilt die Eiche als Symbol der Deutschen. In den letzten Jahren ist der Wald als Thema in den gesellschaftlichen Diskurs zurückgekehrt. Mit der Digitalisierung scheint der Wald als Sehnsuchtsort für persönlichen Rückzug und Erholung immer wichtiger zu werden. Ein Drittel der Fläche Deutschlands ist bewaldet und Brandenburg gehört zu den fünf waldreichsten Bundesländern. Doch wie sieht der deutsche Wald aus? 

Monokulturen prägen das Bild, über 95 Prozent sind Nutzwälder. Diese bestehen heute hauptsächlich aus vier Baumsorten: Kiefer, Fichte, Buche und Eiche. In Brandenburg wächst auf Dreiviertel der Flächen Kiefer. Für unsere Augen bietet sich damit ein grafisch einheitlicher Wald, wie ein Bühnenbild. Monolithen anderer Baumsorten treten als Hauptakteure auf, die Wechsel der Pflanzungen wirken wie einzelne Szenen im Gesamtspiel. 

Die Serie >Deutscher Wald< nimmt diese Gedanken auf. In zurückgenommenen Farben zeigt sie Wald in hauptsächlich querformatigen Bildern - eine Reise vom Meer bis zum Mittelgebirge. Im Gegensatz zu anderen Arbeiten geht es um keinen persönlichen Wald, keine innere Zwiesprache. Hier ist der Betrachter distanzierter Gast,

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Seit der Romantik gilt die Eiche als Symbol der Deutschen. In den letzten Jahren ist der Wald als Thema in den gesellschaftlichen Diskurs zurückgekehrt. Mit der Digitalisierung scheint der Wald als Sehnsuchtsort für persönlichen Rückzug und Erholung immer wichtiger zu werden. Ein Drittel der Fläche Deutschlands ist bewaldet und Brandenburg gehört zu den fünf waldreichsten Bundesländern. Doch wie sieht der deutsche Wald aus? 

Monokulturen prägen das Bild, über 95 Prozent sind Nutzwälder. Diese bestehen heute hauptsächlich aus vier Baumsorten: Kiefer, Fichte, Buche und Eiche. In Brandenburg wächst auf Dreiviertel der Flächen Kiefer. Für unsere Augen bietet sich damit ein grafisch einheitlicher Wald, wie ein Bühnenbild. Monolithen anderer Baumsorten treten als Hauptakteure auf, die Wechsel der Pflanzungen wirken wie einzelne Szenen im Gesamtspiel. 

Die Serie >Deutscher Wald< nimmt diese Gedanken auf. In zurückgenommenen Farben zeigt sie Wald in hauptsächlich querformatigen Bildern - eine Reise vom Meer bis zum Mittelgebirge. Im Gegensatz zu anderen Arbeiten geht es um keinen persönlichen Wald, keine innere Zwiesprache. Hier ist der Betrachter distanzierter Gast, sieht Wald mit Abstand als geordnete Pflanzung. Abweichungen werden herausgeschält, der Wald ist hier eine Monokultur-Landschaft. Die Serie >Deutscher Wald< dokumentiert; sie ist ein Gegenentwurf zur Idealisierung unserer Waldflächen. 

 

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Veranstalter

Brandenburgischer Kulturbund e.V.

Infos

Ort:

Museumshaus Im Güldenen Arm, Hermann-Elflein-Straße 3, Potsdam, DE

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