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Das Kunst Museum Winterthur zeigt die erste Einzelausstellung von Walead Beshty in einem Museum im deutschsprachigen Raum.

Walead Beshty (*1976) befasst sich damit, wie das Kunstsystem die Kunstproduktion beeinflusst und wie die daraus hervorgehenden Werke dieses wiederum zu prägen vermögen. Seiner Arbeit zugrunde liegt das Bewusstsein für die Wechselwirkungen des gesellschaftlichen Kontexts und der sozialen Bedingungen: Materialien, Produktionsverhältnisse, Atelier- und Ausstellungsräume, Transportsysteme, Institutionen und das Umfeld aus Bildung, Kritik, Publikum, Sammelnden, Kunstmarkt etc. Sie bestimmen mit, wie ein Werk entsteht, präsentiert und letztlich wahrgenommen wird.

Beshty begreift das Kunstsystem als Mikrosystem der globalisierten kapitalistischen Gesellschaft, die von Informationsaustausch und den dafür notwendigen Zirkulations- und Distributionsmechanismen gekennzeichnet ist. Kunstwerke sind in diesem Kontext nicht mehr bloss als autonome ästhetische oder formalistische Objekte denkbar, sondern sie werden je nach Situation stellvertretend für das klassische Kunstwerk auch zu dynamischen Objekten, Handelsware, Bedeutungsträgern, Transportgut, Nachrichtenspeicher, Fetisch, Forschungsgegenstand usw. Diese Stellvertreterfunktionen offenbaren sich in den Werken des

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Das Kunst Museum Winterthur zeigt die erste Einzelausstellung von Walead Beshty in einem Museum im deutschsprachigen Raum.

Walead Beshty (*1976) befasst sich damit, wie das Kunstsystem die Kunstproduktion beeinflusst und wie die daraus hervorgehenden Werke dieses wiederum zu prägen vermögen. Seiner Arbeit zugrunde liegt das Bewusstsein für die Wechselwirkungen des gesellschaftlichen Kontexts und der sozialen Bedingungen: Materialien, Produktionsverhältnisse, Atelier- und Ausstellungsräume, Transportsysteme, Institutionen und das Umfeld aus Bildung, Kritik, Publikum, Sammelnden, Kunstmarkt etc. Sie bestimmen mit, wie ein Werk entsteht, präsentiert und letztlich wahrgenommen wird.

Beshty begreift das Kunstsystem als Mikrosystem der globalisierten kapitalistischen Gesellschaft, die von Informationsaustausch und den dafür notwendigen Zirkulations- und Distributionsmechanismen gekennzeichnet ist. Kunstwerke sind in diesem Kontext nicht mehr bloss als autonome ästhetische oder formalistische Objekte denkbar, sondern sie werden je nach Situation stellvertretend für das klassische Kunstwerk auch zu dynamischen Objekten, Handelsware, Bedeutungsträgern, Transportgut, Nachrichtenspeicher, Fetisch, Forschungsgegenstand usw. Diese Stellvertreterfunktionen offenbaren sich in den Werken des Künstlers. Den Betrachtenden ihrerseits steht frei, welche Aspekte sie herausgreifen und verfolgen wollen – von der einfachen ästhetischen Kontemplation bis zur komplexen Gesellschaftskritik.

Das Kunst Museum Winterthur zeigt die erste Einzelausstellung von Walead Beshty in einem Museum im deutschsprachigen Raum. Der Fokus der Ausstellung liegt auf dem aktuellen Schaffen, aus dem zahlreiche Werke zum ersten Mal gezeigt werden. Aber auch die Fotogramme, mit denen der Künstler erstmals international auf sich aufmerksam machte, sowie seine bekannten Fed-Ex Arbeiten werden zu sehen sein.

Die Ausstellung in Winterthur ist in Zusammenarbeit mit dem MAMCO in Genf entstanden. Gemeinsam wird im März 2020 eine umfassende Werkmonographie im Verlag Koenig Books London herausgegeben.

Walead Beshty

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Event ist beendet

Vorverkauf

<p>CHF 19.00 / 16.00</p>
<p>https://www.kmw.ch/besuch/</p>

Total: XX.XX CHF

Infos

Ort:

Kunst Museum Winterthur - Beim Stadthaus | Erweiterungsbau, Museumstrasse 52, Winterthur, CH

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