Drei kurze Klavierkonzerte an einem Abend, und alle bauen sie Brücken in die Vergangenheit. In Credo greift Arvo Pärt das berühmte C-Dur-Präludium aus Bachs Wohltemperiertem Klavier auf und konfrontiert die Kompositionstechniken der Avantgarde mit Tonalität und Dreiklang. György Kurtág wiederum — er feiert im Februar 2026 seinen 100. Geburtstag — bezieht sich auf Beethovens assoziativ-freie Klaviersonaten op. 27: Seine faszinierende Raummusik . . . quasi una fantasia . . . platziert die Instrumente rund ums Publikum. Und Thomas Adès, der selbst am Pult des Mahler Chamber Orchestra steht, flirtet in seinem brillanten Concerto Conciso mit Jazz, Blues und barocken Tänzen. In America — A Prophecy dagegen entfaltet er eine düstere Untergangsvision: Es geht um die Zerstörung der Maya-Kultur durch die spanischen Konquistadoren, mit einer Sopranistin als mahnender Seherin. Am Anfang des Konzerts aber ticken 100 Metronome. Eins nach dem anderen kommen sie in György Ligetis Poème Symphonique zum Stillstand. Wenn das letzte Metronom verstummt, fühle sich das an «wie das Ende des Lebens», erklärt Víkingur Ólafsson.
Mitwirkende:
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Drei kurze Klavierkonzerte an einem Abend, und alle bauen sie Brücken in die Vergangenheit. In Credo greift Arvo Pärt das berühmte C-Dur-Präludium aus Bachs Wohltemperiertem Klavier auf und konfrontiert die Kompositionstechniken der Avantgarde mit Tonalität und Dreiklang. György Kurtág wiederum — er feiert im Februar 2026 seinen 100. Geburtstag — bezieht sich auf Beethovens assoziativ-freie Klaviersonaten op. 27: Seine faszinierende Raummusik . . . quasi una fantasia . . . platziert die Instrumente rund ums Publikum. Und Thomas Adès, der selbst am Pult des Mahler Chamber Orchestra steht, flirtet in seinem brillanten Concerto Conciso mit Jazz, Blues und barocken Tänzen. In America — A Prophecy dagegen entfaltet er eine düstere Untergangsvision: Es geht um die Zerstörung der Maya-Kultur durch die spanischen Konquistadoren, mit einer Sopranistin als mahnender Seherin. Am Anfang des Konzerts aber ticken 100 Metronome. Eins nach dem anderen kommen sie in György Ligetis Poème Symphonique zum Stillstand. Wenn das letzte Metronom verstummt, fühle sich das an «wie das Ende des Lebens», erklärt Víkingur Ólafsson.
Mitwirkende:
Programm:
17.30 Uhr
Konzerteinführung
mit Malte Lohmann (KKL Luzern, Auditorium)
18.30 Uhr
György Ligeti (1923–2006)
Poème Symphonique für 100 Metronome
Thomas Adès (*1971)
Concerto Conciso für Klavier und Ensemble
György Kurtág (*1926)
… quasi una fantasia … für Klavier und im Raum verteilte Instrumentalgruppen op. 27 Nr. 1
Arvo Pärt (*1935)
Credo für Klavier, gemischten Chor und Orchester
Thomas Adès (*1971)
America – A Prophecy für Mezzosopran, grosses Orchester und Chor op. 19. Erweiterte Fassung von 2024
Pause gegen 19.35 Uhr
Voraussichtliches Konzertende um 20.30 Uhr
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