Regie: Amber Fares; Dokumentarfilm; US/FRA 2025, Originalversion mit deutschen Untertiteln, 1h35
Noam Shuster-Eliassi wuchs als Vorzeigekind in einem arabisch-jüdischen «Friedensdorf» auf, bevor sie Stand-up-Comedian wurde. Mit dem Gazakrieg hat sich die politische Position der israelischen Aktivistin zusätzlich geschärft.
Die libanesich-kanadische Regisseurin Amber Fares begleitet die charismatische und auch bei Palästinenser:innen erfolgreiche Noam mehrere Jahre lang. Sie schafft zugleich ein intimes Porträt sowie eine Dokumentation von Israels Rechtsrutsch. Doch nach dem 7. Oktober und Israels Reaktion ist niemandem mehr zum Lachen zumute. Noam schärft nach anfänglicher Krise ihre politische Haltung: Es kann ohne Gleichberechtigung keinen Frieden geben. Und so kann sie sich wieder der Comedy zuwenden. Ein wichtiger Film, der Widersprüchlichkeiten anspricht und sich nicht davor scheut, Wut, Trauer und Humor miteinander zu verknüpfen.
Nach ihrer Zeit bei der UNO entwickelt Noam Shuster Eliassi eine One-Woman-Show, die sich mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt auseinandersetzt. Doch während die Region immer tiefer in verheerender Gewalt versinkt, muss sie sich der Aktualität stellen und ihr Publikum mit harten Wahrheiten konfrontieren. Ein Must-see-Film über eine mutige und liebenswerte Frau steht, die nicht anders kann, als der Trauer mit Humor zu begegnen.