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Cunningham

Cunningham Kinok Tickets
Kinok, St. Gallen, CH

Merce Cunningham gilt als einer der herausragenden Choreografen des zeitgenössischen Tanzes im 20. Jahrhundert. Der US-Amerikaner gründete 1953 die Merce Cunningham Dance Company, die mit bahnbrechenden Choreografien den modernen Tanz veränderte. In Zusammenarbeit mit Künstlern wie Robert Rauschenberg und seinem Lebensgefährten, dem Komponisten John Cage, entwickelte er voller Experimentierlust eine neuartige Bühnenkunst. Cunningham, der die Bewegungsmöglichkeiten des menschlichen Körpers erforschte, schuf im Laufe seiner 70-jährigen Karriere über 150 Choreografien. Die Regisseurin Alla Kovgan, die mehrere Tanzfilme und multimediale Projekte inszenierte, konzentriert sich für ihre Kinodokumentation auf die Jahre, in denen Cunningham als Tänzer seinen Weg suchte, von 1944 bis zu seinem Durchbruch 1972. Zahlreiches Archivmaterial beleuchtet seine Arbeitsweise und seine Persönlichkeit, wobei neben Cunningham auch Wegbegleiterinnen zu Wort kommen. Zum sinnlichen, begeisternden Kinoerlebnis wird «Cunningham», weil Kovgan und die Filmchoreografin Jennifer Goggans den Archivaufnahmen neu inszenierte Versionen der Tanzstücke zur Seite stellen, die in 3-D in passenden Räumen gedreht wurden: «Rune» wird im Wald getanzt, ein anderes Stück auf dem Flachdach eines Hochhauses. Wohl darum wird

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Merce Cunningham gilt als einer der herausragenden Choreografen des zeitgenössischen Tanzes im 20. Jahrhundert. Der US-Amerikaner gründete 1953 die Merce Cunningham Dance Company, die mit bahnbrechenden Choreografien den modernen Tanz veränderte. In Zusammenarbeit mit Künstlern wie Robert Rauschenberg und seinem Lebensgefährten, dem Komponisten John Cage, entwickelte er voller Experimentierlust eine neuartige Bühnenkunst. Cunningham, der die Bewegungsmöglichkeiten des menschlichen Körpers erforschte, schuf im Laufe seiner 70-jährigen Karriere über 150 Choreografien. Die Regisseurin Alla Kovgan, die mehrere Tanzfilme und multimediale Projekte inszenierte, konzentriert sich für ihre Kinodokumentation auf die Jahre, in denen Cunningham als Tänzer seinen Weg suchte, von 1944 bis zu seinem Durchbruch 1972. Zahlreiches Archivmaterial beleuchtet seine Arbeitsweise und seine Persönlichkeit, wobei neben Cunningham auch Wegbegleiterinnen zu Wort kommen. Zum sinnlichen, begeisternden Kinoerlebnis wird «Cunningham», weil Kovgan und die Filmchoreografin Jennifer Goggans den Archivaufnahmen neu inszenierte Versionen der Tanzstücke zur Seite stellen, die in 3-D in passenden Räumen gedreht wurden: «Rune» wird im Wald getanzt, ein anderes Stück auf dem Flachdach eines Hochhauses. Wohl darum wird «Cunningham» auch mit «Pina» von Wim Wenders verglichen, der die Tanzszenen ebenfalls in 3-D filmte und im öffentlichen Raum inszenierte. Kovgan sagt: «Ich konnte mir nie vorstellen, Cunninghams Choreografien in einem Film umzusetzen, weil sie so komplex strukturiert sind. Die 3-D-Technologie eröffnet nun ganz neue Möglichkeiten über Tanz im Film nachzudenken und die Beziehung zwischen Tänzern und Raum auf eine ganz besondere Weise darzustellen.» Wiebke Hüster lobt in der FAZ, Alla Kovgan setze «einem unvergleichlichen Choreografen das erste werkgerechte filmische Denkmal».

 

Nach der Vorstellung vom 8. November findet ein Gespräch statt mit Marco Santi, Choreograf und Dozent für zeitgenössischen Tanz, und Alfons Zwicker, Komponist, Pianist und Maler. Moderation: Kati Michalk, Co-Präsidentin IG Tanz Ost.

 

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Veranstalter

Kinok – Cinema in der Lokremise

Total: XX.XX CHF

Ausverkauft

Infos

Ort:

Kinok, Grünbergstrasse 7, St. Gallen, CH

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