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Dez

30

Mittwoch

An Angel at My Table

An Angel at My Table Filmpodium Tickets
-
Filmpodium, Zürich, CH
English Review: rogerebert.com

Die dickliche, rothaarige Janet Frame wird von allen für etwas zurückgeblieben gehalten. Nach dem traumatisierenden Tod der geliebten Schwester diagnostiziert man bei der verträumten jungen Frau fälschlicherweise Schizophrenie, sie wird in eine psychiatrische Klinik eingewiesen und mit Elektroschocks behandelt. Ihre Rettung ist das Schreiben.
Mit An Angel at My Table brachte Jane Campion die erschütternde Autobiografie von Janet Frame auf die Leinwand. Das poetische Biopic war die erste neuseeländische Produktion, die es in den Wettbewerb des Filmfestivals von Venedig schaffte und dort sieben Preise einheimste (u. a. den Grossen Preis der Jury); sie zählt zu den meistprämierten neuseeländischen Filmen überhaupt und bescherte Janet Frame unerwarteten, späten Ruhm.
«Wenn man diesen Film heute wiedersieht, fällt einem die wunderbare Fähigkeit der Regisseurin, inneres in äusseres Geschehen zu verwandeln, noch stärker auf als beim ersten Mal. Das Haus, das Buch, das Gras, das Meer, die Stelle im Wald: Innenwelten. Und dazu die Gesichter: Das pummelige Kind, die Schülerin, die Studentin, die junge Autorin Janet werden von vier verschiedenen Schauspielerinnen dargestellt, aber man spürt nicht den kleinsten Riss zwischen den Episoden, sie verschmelzen...

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English Review: rogerebert.com

Die dickliche, rothaarige Janet Frame wird von allen für etwas zurückgeblieben gehalten. Nach dem traumatisierenden Tod der geliebten Schwester diagnostiziert man bei der verträumten jungen Frau fälschlicherweise Schizophrenie, sie wird in eine psychiatrische Klinik eingewiesen und mit Elektroschocks behandelt. Ihre Rettung ist das Schreiben.
Mit An Angel at My Table brachte Jane Campion die erschütternde Autobiografie von Janet Frame auf die Leinwand. Das poetische Biopic war die erste neuseeländische Produktion, die es in den Wettbewerb des Filmfestivals von Venedig schaffte und dort sieben Preise einheimste (u. a. den Grossen Preis der Jury); sie zählt zu den meistprämierten neuseeländischen Filmen überhaupt und bescherte Janet Frame unerwarteten, späten Ruhm.
«Wenn man diesen Film heute wiedersieht, fällt einem die wunderbare Fähigkeit der Regisseurin, inneres in äusseres Geschehen zu verwandeln, noch stärker auf als beim ersten Mal. Das Haus, das Buch, das Gras, das Meer, die Stelle im Wald: Innenwelten. Und dazu die Gesichter: Das pummelige Kind, die Schülerin, die Studentin, die junge Autorin Janet werden von vier verschiedenen Schauspielerinnen dargestellt, aber man spürt nicht den kleinsten Riss zwischen den Episoden, sie verschmelzen wahrhaftig zu ‹einem› Leben. Und immer wieder das Meer: Janets Lieblingsschwester und ihre Mutter ertrinken darin, übers Meer fährt die Stipendiatin Janet nach Europa, und auch ihre erste bittere Liebe erlebt sie am Meer.» (Andreas Kilb, zeit.de, 13.8.1993)
«Der Film wird mit einer Klarheit und Einfachheit erzählt, leise, aber völlig überwältigend. Ja, er ist visuell schön, und ja, er ist gut gespielt, aber er lenkt die Aufmerksamkeit nicht darauf. Er erzählt seine Geschichte ruhig und mit grosser Aufmerksamkeit für menschliche Details – als ich ihn sah, fühlte ich mich mit einer seltenen Intensität hineingezogen.» (Roger Ebert, rogerebert.com, 21.6.1991) Das erste Jahrhundert des Films
In der Dauerreihe «Das erste Jahrhundert des Films» zeigen wir im Lauf von zehn Jahren rund 500 wegweisende Werke der Filmgeschichte. Die Auswahl jedes Programmblocks ist gruppiert nach Jahr­gängen, woraus sich schliesslich 100 Momentaufnahmen des Weltkinos von 1900 bis 1999 ergeben. Referenzzahl ist jeweils der aktuelle Jahrgang, d. h. im Jahr 2020 sind Filme von 1910, 1920, 1930 usw. zu sehen.

English Review: rogerebert.com

Die dickliche, rothaarige Janet Frame wird von allen für etwas zurückgeblieben gehalten. Nach dem traumatisierenden Tod der geliebten Schwester diagnostiziert man bei der verträumten jungen Frau fälschlicherweise Schizophrenie, sie wird in eine psychiatrische Klinik eingewiesen und mit Elektroschocks behandelt. Ihre Rettung ist das Schreiben.
Mit An Angel at My Table brachte Jane Campion die erschütternde Autobiografie von Janet Frame auf die Leinwand. Das poetische Biopic war die erste neuseeländische Produktion, die es in den Wettbewerb des Filmfestivals von Venedig schaffte und dort sieben Preise einheimste (u. a. den Grossen Preis der Jury); sie zählt zu den meistprämierten neuseeländischen Filmen überhaupt und bescherte Janet Frame unerwarteten, späten Ruhm.
«Wenn man diesen Film heute wiedersieht, fällt einem die wunderbare Fähigkeit der Regisseurin, inneres in äusseres Geschehen zu verwandeln, noch stärker auf als beim ersten Mal. Das Haus, das Buch, das Gras, das Meer, die Stelle im Wald: Innenwelten. Und dazu die Gesichter: Das pummelige Kind, die Schülerin, die Studentin, die junge Autorin Janet werden von vier verschiedenen Schauspielerinnen dargestellt, aber man spürt nicht den kleinsten Riss zwischen den Episoden, sie verschmelzen wahrhaftig zu ‹einem› Leben. Und immer wieder das Meer: Janets Lieblingsschwester und ihre Mutter ertrinken darin, übers Meer fährt die Stipendiatin Janet nach Europa, und auch ihre erste bittere Liebe erlebt sie am Meer.» (Andreas Kilb, zeit.de, 13.8.1993)
«Der Film wird mit einer Klarheit und Einfachheit erzählt, leise, aber völlig überwältigend. Ja, er ist visuell schön, und ja, er ist gut gespielt, aber er lenkt die Aufmerksamkeit nicht darauf. Er erzählt seine Geschichte ruhig und mit grosser Aufmerksamkeit für menschliche Details – als ich ihn sah, fühlte ich mich mit einer seltenen Intensität hineingezogen.» (Roger Ebert, rogerebert.com, 21.6.1991) Regie: Jane Campion
Drehbuch: Laura Jones
Autor: Janet Frame
Kamera: Stuart Dryburgh
Musik: Don McGlashan
Schnitt: Veronica Jenet
Besetzung: Kerry Fox (Janet Frame), Alexia Keogh (Janet als Jugendliche), Karen Fergusson (Janet als Kind), Jessie Mune (Janet als Kleinkind), Iris Churn (Mutter), Kevin J. Wilson (Vater), Mark Morrison (Bruddie als Kind), Christopher Lawrence (Bruddie als Jugendlicher), Sarah Llewellyn (June als Kind), Susan McGregor (June als Jugendliche), Melina Bernecker (Myrtle), Karla Smith (Sybil), Brenda Kendall (Miss Botting)

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Total: XX.XX CHF

Ausverkauft

Infos

Ort:

Filmpodium, Nüschelerstrasse 11, Zürich, CH

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