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Les sœurs fâchées

Les sœurs fâchées Filmpodium Tickets
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Filmpodium, Zürich, CH
La comédie
Die Komödie war in Frankreich während rund sieben Jahrzehnten reine Männersache. Erst 1969 fand sich in Nelly Kaplan und ihrem frechen Erstling La fiancée du pirate eine Erbin von Alice Guy-Blaché, die als Pionierin bereits um das Jahr 1900 Komödien gedreht hatte. Ab den 1980er-Jahren waren es dann vor allem Schauspielerinnen wie Josiane Balasko, Julie Delpy, Valérie Lemercier, Noémie Lvovsky oder Anne Le Ny, die sich dem Inszenieren von Komödien zuwandten, aber auch erfahrene Drehbuchautorinnen wie Agnès Jaoui und Danièle Thompson widmeten sich der «comédie au féminin».

Louise, Kosmetikerin und angehende Schriftstellerin aus der Provinz, reist nach Paris, um ihre Schwester Martine zu besuchen – und um einen Verleger zu treffen. Durch ihr unkonventionelles, koboldhaftes Verhalten bringt sie Martines nur oberflächlich geordnetes Leben komplett durcheinander.
«Eine lakonische, wenn nicht arrogante, elegante Pariserin mit Stil und eine etwas naive Landpomeranze, die das Herz auf der Zunge trägt und der grossen Stadt wie dem grossen Ereignis entgegenfiebert. Zuerst sieht es so aus, als halte Isabelle Huppert mit ihrem souveränen Spiel die Zügel in der Hand (…). Aber Catherine Frot schmuggelt sich mit betonter Unbekümmertheit am Kommandoton der Schwester vorbei, spielt diese...

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La comédie
Die Komödie war in Frankreich während rund sieben Jahrzehnten reine Männersache. Erst 1969 fand sich in Nelly Kaplan und ihrem frechen Erstling La fiancée du pirate eine Erbin von Alice Guy-Blaché, die als Pionierin bereits um das Jahr 1900 Komödien gedreht hatte. Ab den 1980er-Jahren waren es dann vor allem Schauspielerinnen wie Josiane Balasko, Julie Delpy, Valérie Lemercier, Noémie Lvovsky oder Anne Le Ny, die sich dem Inszenieren von Komödien zuwandten, aber auch erfahrene Drehbuchautorinnen wie Agnès Jaoui und Danièle Thompson widmeten sich der «comédie au féminin».

Louise, Kosmetikerin und angehende Schriftstellerin aus der Provinz, reist nach Paris, um ihre Schwester Martine zu besuchen – und um einen Verleger zu treffen. Durch ihr unkonventionelles, koboldhaftes Verhalten bringt sie Martines nur oberflächlich geordnetes Leben komplett durcheinander.
«Eine lakonische, wenn nicht arrogante, elegante Pariserin mit Stil und eine etwas naive Landpomeranze, die das Herz auf der Zunge trägt und der grossen Stadt wie dem grossen Ereignis entgegenfiebert. Zuerst sieht es so aus, als halte Isabelle Huppert mit ihrem souveränen Spiel die Zügel in der Hand (…). Aber Catherine Frot schmuggelt sich mit betonter Unbekümmertheit am Kommandoton der Schwester vorbei, spielt diese auf ihre aufdringliche, geschwätzige Art völlig an die Wand, bis es endlich zum Eklat kommt. (…) Die Regiedebütantin Alexandra Leclère lässt zwar kein Klischee über Frauenbeziehungen aus, auch kommen die dazugehörigen Mannsbilder und die gehobene Pariser Mittelschicht nicht ungeschoren davon, trotzdem überwiegt der federleichte Erzählton der französischen Salonkomödie, der diesem Balanceakt über den menschlichen Abgründen einen liebenswerten Rahmen verpasst und wie nebenbei auch noch verschiedene Liebeskonzepte verhandelt.» (Marli Feldvoss, NZZ, 2.9.2005)

Alexandra Leclère ist Drehbuchautorin und Regisseurin. 2002 machte sie mit dem Kurzfilm Bouche à bouche auf sich aufmerksam, den sie 2004 zu Les soeurs fâchées weiterentwickelte. Im Mittelpunkt ihrer bissigen Komödien stehen Familienkonflikte. Regie: Alexandra Leclère
Drehbuch: Alexandra Leclère
Kamera: Michel Amathieu
Musik: Philippe Sarde
Schnitt: Hervé de Luze, Jacqueline Mariani
Besetzung: Catherine Frot (Louise Mollet), Isabelle Huppert (Martine Demouthy), François Berléand (Pierre Demouthy), Brigitte Catillon (Sophie), Michel Vuillermoz (Richard), Christiane Millet (Géraldine), Rose Thiéry (Fernanda, das Dienstmädchen), Bruno Chiche (Charles), Jean-Philippe Puymartin (Verleger), Aurore Auteuil (Empfangsdame beim Verlag), Antoine Beaufils (Alexandre Demouthy)

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Total: XX.XX CHF

Ausverkauft

Infos

Ort:

Filmpodium, Nüschelerstrasse 11, Zürich, CH

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