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Jul

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Montag

The Chase

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Filmpodium, Zürich, CH
Robert Redford
Die Kritik hatte oft Mühe, Robert Redford ernst zu nehmen: Wer so gut aussah, war zum Hollywoodstar bestimmt und musste deswegen nichts können. Bei genauerem Hinsehen allerdings hat es sich Redford bei der Rollenwahl keineswegs immer einfach gemacht und oft schillernde, nicht nur heldenhafte Figuren verkörpert. Früh wurde auch sein politisches Engagement spürbar, erst recht, als er hinter die Kamera trat. Unsere Retrospektive konzentriert sich auf die ersten vier Jahrzehnte seiner Karriere.

English text below

Bubber Reeves bricht aus dem Gefängnis aus und wird von der Polizei gesucht. In seiner Heimatstadt haben viele Bürger etwas zu verlieren, wenn er zurückkehrt. Der Sheriff versucht sich gegen die diversen Machtgruppen durchzusetzen und das Gesetz zu wahren.
«Lillian Hellman schrieb das Drehbuch (nach einem Stück von Horton Foote) und die ‹kleinen Füchse› nahmen prompt überhand. ‹Unsere Weinreben› haben keine Blüten mehr in diesem Sündenpfuhl voller Frauentausch, Nigger-Hass und Nigger-Freund-Hass, wo die Menschen von schmutzigem Sex oder vom grossen Geld motiviert werden, und welches von beiden es ist, erkennt man, sobald sie den Mund aufmachen. Viele Leute in aller Welt geben Texas die Schuld an der Ermordung Kennedys – als wäre der Mord aus dem Unterbewusstsein...

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Robert Redford
Die Kritik hatte oft Mühe, Robert Redford ernst zu nehmen: Wer so gut aussah, war zum Hollywoodstar bestimmt und musste deswegen nichts können. Bei genauerem Hinsehen allerdings hat es sich Redford bei der Rollenwahl keineswegs immer einfach gemacht und oft schillernde, nicht nur heldenhafte Figuren verkörpert. Früh wurde auch sein politisches Engagement spürbar, erst recht, als er hinter die Kamera trat. Unsere Retrospektive konzentriert sich auf die ersten vier Jahrzehnte seiner Karriere.

English text below

Bubber Reeves bricht aus dem Gefängnis aus und wird von der Polizei gesucht. In seiner Heimatstadt haben viele Bürger etwas zu verlieren, wenn er zurückkehrt. Der Sheriff versucht sich gegen die diversen Machtgruppen durchzusetzen und das Gesetz zu wahren.
«Lillian Hellman schrieb das Drehbuch (nach einem Stück von Horton Foote) und die ‹kleinen Füchse› nahmen prompt überhand. ‹Unsere Weinreben› haben keine Blüten mehr in diesem Sündenpfuhl voller Frauentausch, Nigger-Hass und Nigger-Freund-Hass, wo die Menschen von schmutzigem Sex oder vom grossen Geld motiviert werden, und welches von beiden es ist, erkennt man, sobald sie den Mund aufmachen. Viele Leute in aller Welt geben Texas die Schuld an der Ermordung Kennedys – als wäre der Mord aus dem Unterbewusstsein der Menschen dort emporgekocht – und der Film schlachtet diese hysterische Sichtweise aus und bestätigt sie, wobei er so weit geht, eine Nachbildung von Jack Rubys Erschiessung von Oswald zu liefern, mit einem Rassisten, der natürlich ein weisser, nicht jüdischer Südstaatler ist, als Ersatz für Ruby und einem völlig unschuldigen Helden als Ersatz für Oswald. Der Produzent, Sam Spiegel, sagte, der Film handle von den ‹Folgen des Wohlstands›, und es wirkt tatsächlich wie La dolce vita auf dem Weideland.» (Pauline Kael, 5001 Nights at the Movies, Marion Boyars 1993)

«Lillian Hellman wrote the screenplay (from Horton Foote's material) and the little foxes really took over. Our vines have no tender grapes left in this hellhole of wife-swapping, nigger-hating, and nigger-lover-hating, where people are motivated by dirty sex or big money, and you can tell which as soon as they say their first lines. Many people all over the world blame Texas for the assassination of Kennedy – as if the murder had boiled up out of the unconscious of the people there – and the film exploits and confirms this hysterical view, going so far as to provide a facsimile of Jack Ruby's shooting of Oswald, with a racist, who is, of course, a white Gentile Southerner, as a substitute for Ruby, and a totally innocent hero (Robert Redford) as a substitute for Oswald. The producer, Sam Spiegel, said that it was about ‹the consequences of affluence,› and it does suggest La dolce vita on the range.» (Pauline Kael, 5001 Nights at the Movies, Marion Boyars 1993) Regie: Arthur Penn
Drehbuch: Lillian Hellman
Autor: Horton Foote
Kamera: Joseph LaShelle
Musik: John Barry
Schnitt: Gene Milford
Besetzung: Marlon Brando (Sheriff Calder), Jane Fonda (Anna Reeves), Robert Redford (Charlie «Bubber» Reeves), E. G. Marshall (Val Rogers), Angie Dickinson (Ruby Calder), Janice Rule (Emily Stewart), Miriam Hopkins (Mrs. Reeves), Martha Hyer (Mary Fuller), Richard Bradford (Damon Fuller), Robert Duvall (Edwin Stewart), James Fox (Jason «Jake» Rogers), Diana Hyland (Elizabeth Rogers)

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Event ist beendet

Total: XX.XX CHF

Infos

Ort:

Filmpodium, Nüschelerstrasse 11, Zürich, CH

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