Der Deutsch-Französische Krieg 1870/71 – Geburtsstunde der Luftpost
Historische Aspekte
Am 19. Juli 1870 brach der Krieg zwischen Deutschland und Frankreich aus. Letzteres geriet infolge innerer Unruhen und wegen verlustreicher Schlachten mit grossen Gebietsverlusten bald in die Defensive. Paris kapitulierte am 28. Januar 1871. Der militärische Konflikt ging als Deutsch-Französischer Krieg in die Geschichte ein.
In personenbezogener Hinsicht gab es direkte Verbindungen mit der Schweiz, unter anderem mit Aarau. Den Krieg vom Zaun gebrochen hatte Kaiser Napoléon III. Er war in Arenenberg im Kanton Thurgau aufgewachsen und er hatte militärische Dienste in Thun absolviert. General Hans Herzog aus Aarau erlangte schweizweite Bekanntheit, weil er die Armee des französischen Generals Bourbaki in Les Verrières entwaffnete und ihr den Grenzübertritt in unser Land ermöglichte.
Postgeschichtlicher Aspekt
Paris war vom 19. September 1870 bis zum 28. Januar 1871 von preussischen Truppen vollkommen eingeschlossen. Die Postverbindung mit dem In- und Ausland erfolgte deshalb auf dem Luftweg. Insgesamt stiegen mitten in der Stadt 67 grosse Gasballons («Ballons montés») auf. Diese beförderten in zum Teil abenteuerlichen Fahrten über zwei Millionen Briefe. Das war der Beginn der Luftpost.
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Der Deutsch-Französische Krieg 1870/71 – Geburtsstunde der Luftpost
Historische Aspekte
Am 19. Juli 1870 brach der Krieg zwischen Deutschland und Frankreich aus. Letzteres geriet infolge innerer Unruhen und wegen verlustreicher Schlachten mit grossen Gebietsverlusten bald in die Defensive. Paris kapitulierte am 28. Januar 1871. Der militärische Konflikt ging als Deutsch-Französischer Krieg in die Geschichte ein.
In personenbezogener Hinsicht gab es direkte Verbindungen mit der Schweiz, unter anderem mit Aarau. Den Krieg vom Zaun gebrochen hatte Kaiser Napoléon III. Er war in Arenenberg im Kanton Thurgau aufgewachsen und er hatte militärische Dienste in Thun absolviert. General Hans Herzog aus Aarau erlangte schweizweite Bekanntheit, weil er die Armee des französischen Generals Bourbaki in Les Verrières entwaffnete und ihr den Grenzübertritt in unser Land ermöglichte.
Postgeschichtlicher Aspekt
Paris war vom 19. September 1870 bis zum 28. Januar 1871 von preussischen Truppen vollkommen eingeschlossen. Die Postverbindung mit dem In- und Ausland erfolgte deshalb auf dem Luftweg. Insgesamt stiegen mitten in der Stadt 67 grosse Gasballons («Ballons montés») auf. Diese beförderten in zum Teil abenteuerlichen Fahrten über zwei Millionen Briefe. Das war der Beginn der Luftpost.
Der Referent Ralph Kühne stellt aus seiner umfangreichen Sammlung «Ballon monté»-Briefe vor, die an Adressaten in der Schweiz gegangen sind. Er zeigt auf, welche Merkmale unter die Lupe genommen werden müssen um zu bestimmen, mit welchem Ballon ein Brief transportiert worden ist. Daraus leitet sich insbesondere der Wert dieser aerophilatelistischen Raritäten ab.
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