Feb

21

Sonntag

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Kirche St. Mangen , CH

Nord- & südalpine Vokalkunst – Begegnung zweier Quartette in doppelchörigen Motetten von Lasso und Palestrina

Schon zur Zeit der Renaissance war das europäische Kulturleben stark vernetzt. Als Brennpunkte des Musiklebens etablierten sich einerseits die grossen kirchlichen Zentren und Bischofssitze, andererseits die Höfe von Kaisern, Königen und Adelsfamilien. An solchen Orten sammelten sich Kulturschaffende aus ganz Europa: Komponisten, Sänger und Instrumentalisten stellten ihre Kreativität in den Dienst ihrer Mäzene und tauschten untereinander ihre reichen Erfahrungen aus. Obwohl das Reisen seinerzeit überaus beschwerlich war, kamen die begehrtesten Künstler jener Zeit erstaunlich viel in ganz Europa herum. Für diese rege Reisetätigkeit stellten auch die Alpen kein ernstes Hindernis dar: Der intensive Austausch etwa zwischenFrankreich und Deutschland einerseits und Italien andererseits wurde nicht nur durch reiselustige Komponisten, sondern auch durch ebenso mobile Interpreten gefördert.

Im 16. Jahrhundert zählten Orlando di Lasso und Giovanni Pierluigi da Palestrina zu den berühmtesten Komponisten geistlicher Vokalmusik. Lasso stammt aus dem belgischen Mons und gelangte auf seinen Italienreisen bis nach Sizilien. Seine Lebensstellung fand er dann als Kapellmeister am

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Nord- & südalpine Vokalkunst – Begegnung zweier Quartette in doppelchörigen Motetten von Lasso und Palestrina

Schon zur Zeit der Renaissance war das europäische Kulturleben stark vernetzt. Als Brennpunkte des Musiklebens etablierten sich einerseits die grossen kirchlichen Zentren und Bischofssitze, andererseits die Höfe von Kaisern, Königen und Adelsfamilien. An solchen Orten sammelten sich Kulturschaffende aus ganz Europa: Komponisten, Sänger und Instrumentalisten stellten ihre Kreativität in den Dienst ihrer Mäzene und tauschten untereinander ihre reichen Erfahrungen aus. Obwohl das Reisen seinerzeit überaus beschwerlich war, kamen die begehrtesten Künstler jener Zeit erstaunlich viel in ganz Europa herum. Für diese rege Reisetätigkeit stellten auch die Alpen kein ernstes Hindernis dar: Der intensive Austausch etwa zwischenFrankreich und Deutschland einerseits und Italien andererseits wurde nicht nur durch reiselustige Komponisten, sondern auch durch ebenso mobile Interpreten gefördert.

Im 16. Jahrhundert zählten Orlando di Lasso und Giovanni Pierluigi da Palestrina zu den berühmtesten Komponisten geistlicher Vokalmusik. Lasso stammt aus dem belgischen Mons und gelangte auf seinen Italienreisen bis nach Sizilien. Seine Lebensstellung fand er dann als Kapellmeister am Münchner Hof. Palestrina stammt aus der gleichnamigen Stadt in Latium und etablierte sich beruflich in Rom. Die beiden Komponisten kannten sich persönlich und schätzten sich.

In diesem Konzert soll das historische innereuropäische Kultur-Netzwerk nachempfunden und aktuell für das Publikum hörbar und erfahrbar werden. Zwei renommierte Gesangsquartette, eines aus dem Norden und eines aus dem Süden, treffen sich in St.Gallen und singen erstmals in dieser Besetzung doppelchörige Musik von Lasso und Palestrina. Die Sängerinnen und Sänger erleben hierbei einen regen und fruchtbringenden Austausch ihrer reichhaltigen Erfahrungen mit dieser opulenten vokalpolyphonen Musik. Gemeinsam ist ihnen allen die Leidenschaft für dieses einzigartige Repertoire.

 

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Ort:

Kirche St. Mangen, , St. Gallen, CH

Kategorie: Konzert