Pile of Songs is an intimate concert & conversation series exploring songwriting and literary influences. Surrounded by bookshelves, each evening opens with a short conversation about songwriting and literary inspirations, followed by a live concert in this intimate setting. Seating is limited to 20 guests.
ODD BEHOLDER (CH)
Mit der Single «Drive» kündigt Odd Beholder ihr neues Album «Honest Work» an, das am 22. Mai 2026 erscheinen wird. Am 25. Januar wird sie in der ersten Ausgabe von «Pile of Songs» neue Songs spielen und Einblicke in den Entstehungsprozess ihres Konzeptalbums gewähren. Auf «Honest Work» erzählen zehn Songs Geschichten aus dem Erwachsenenleben der arbeitenden Menschen der Mittel- und Unterschicht. Diese machen Nachtschichten im Spital, pumpen sich Muttermilch in Lagerräumen ab, fragen sich, ob sie sich Ritalin verschreiben lassen sollen, werden vom Chef ins Büro zitiert, weil sie die falsche Kleidung tragen und machen einen Tag blau, um barfuß an einem See zu wandeln.
Textlich lässt sich Honest Work am besten als «Surrealismus des Kleinbürgertums» beschreiben. Es ist ein Album über Menschen, die versuchen - und oft scheitern -, sich in Systemen zurechtzufinden, die sie zu anonymen Datenpunkten, Angestellten und Konsumenten machen. Das Album ist voller
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Pile of Songs is an intimate concert & conversation series exploring songwriting and literary influences. Surrounded by bookshelves, each evening opens with a short conversation about songwriting and literary inspirations, followed by a live concert in this intimate setting. Seating is limited to 20 guests.
ODD BEHOLDER (CH)
Mit der Single «Drive» kündigt Odd Beholder ihr neues Album «Honest Work» an, das am 22. Mai 2026 erscheinen wird. Am 25. Januar wird sie in der ersten Ausgabe von «Pile of Songs» neue Songs spielen und Einblicke in den Entstehungsprozess ihres Konzeptalbums gewähren. Auf «Honest Work» erzählen zehn Songs Geschichten aus dem Erwachsenenleben der arbeitenden Menschen der Mittel- und Unterschicht. Diese machen Nachtschichten im Spital, pumpen sich Muttermilch in Lagerräumen ab, fragen sich, ob sie sich Ritalin verschreiben lassen sollen, werden vom Chef ins Büro zitiert, weil sie die falsche Kleidung tragen und machen einen Tag blau, um barfuß an einem See zu wandeln.
Textlich lässt sich Honest Work am besten als «Surrealismus des Kleinbürgertums» beschreiben. Es ist ein Album über Menschen, die versuchen - und oft scheitern -, sich in Systemen zurechtzufinden, die sie zu anonymen Datenpunkten, Angestellten und Konsumenten machen. Das Album ist voller verzweifelter Gebete: «Doctor, I think that I’ve got a disease» (Focus Disease), «Taking a day off... don't even remember my own name« (Remind Me), «I serenade on company time» (Lean Dreams). In diesen Zeilen spürt man den dumpfen Schmerz einer Generation, deren Gefühlswelt durch die Corporate-Sprache der Personalabteilungen und Online-Warenkörben gefiltert wird.
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