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Aug

22

Samstag

Bürgerwelten

Nach der Niederlage Napoleon Bonapartes (1769-1821) fassten die Vertreter europäischer Mächte 1814 unter dem Vorsitz des österreichischen Staatskanzlers Fürst von Metternich (1773-1859) die nicht ganz einfache Aufgabe, Europa neu zu ordnen. Festgehalten wurden die Vertreter der Sechsten Koalition und der französischen Regierung von Porträtmalern; allen voran vom französischen Hofmaler und Miniaturisten Jean Baptiste Isabey (1767-1855). Diese Miniaturen dienten als Statussymbol und Kommunikationsmittel, zu einer Zeit, als noch keine fotografischen Verfahren existierten. Das Ende des Kongresses läutete die Zeit des Biedermeiers ein. Stark geprägt durch den Fürsten von Metternich begann eine Epoche der politischen Repression und des dagegen Aufbegehrens, die in der bürgerlichen Revolution von 1848 mündete. Die Zeit des Biedermeiers veranlasste die Menschen dazu, sich in den Schutz der bürgerlichen Häuslichkeit zurückzuziehen. Die beschauliche Lebensweise wurde als bewusst gewählt verstanden und verklärt. Die Porträtminiaturen aus jener Zeit zeugen von bürgerlicher Familienidylle und ersetzten den geliebten Menschen während dessen Abwesenheit.

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Kunst Museum Winterthur - Reinhart am Stadtgarten, Stadthausstrasse 6, Winterthur, CH