Caroline Krüger und Harry Wolf
Emotionale Grenzen: Wut - zwischen Ohnmacht und Antrieb
Wer kennt sie nicht, die Wut. Dinge laufen nicht wie erwartet, Arbeitskolleginnen und -kollegen wollen nicht so, wie ich will, die Kinder sowieso nicht und der Chef und die Chefin verlangen mal wieder Unmögliches. Wer sollte da nicht wütend werden? Ganz zu schweigen von der Weltlage. Angesichts von Krisen, Kriegen und Katastrophen könnte man schlicht verzweifeln. Aber vielleicht ist es besser, wütend zu werden und der Wut Ausdruck zu verleihen.
Erkunden wir gemeinsam die Facetten der Wut. Wann ist sie produktiv, wann ist sie destruktiv? Wie gehen Sie mit der Wut um? Was macht sie mit Ihnen?
Wir werfen dabei auch einen Blick auf philosophische Perspektiven: Der Stoiker Seneca warnte vor der zerstörerischen Kraft des Zorns – er verglich ihn mit einer vorübergehenden Geisteskrankheit, die uns unsere Vernunft raubt. Peter Sloterdijk hingegen sieht Wut als eine historisch prägende Kraft: In "Zorn und Zeit" beschreibt er, wie gesammelter Zorn gesellschaftliche Bewegungen antreiben kann. Ist Wut also etwas, das wir zähmen sollten, oder kann sie uns helfen, die Welt zu verändern?
Lassen Sie uns gemeinsam nach Antworten suchen.